Ohne Satzverlust

Ein überragender Andre Ghem gewann die erste Auflage des deutschen Tennis-Ranglistenturniers um den Elomech-Cup. Der für den TC Raadt in der Regionalliga spielende Brasilianer gewann auf der Anlage des TC Dümpten alle seine Matches klar in zwei Sätzen.

Selbst im Finale ließ der 27-Jährige seinem Kontrahenten keine Chance. Mit 6:1 und 6:1 bezwang Ghem am Pfingstmontag Lorenzo Giustino. Der italienische Nachwuchsspieler, der in der 1. Verbandsliga für den MTV Kahlenberg an Position eins aufschlägt, stand in diesem Match von Anfang an auf verlorenem Posten. Schon vor dem Endspiel hatte Turnierorganisator Peter Moraing den Brasilianer als klaren Favoriten ausgemacht. „Ghem spielt im Vergleich zu den übrigen Startern in einer anderen Liga“, sagte der Ex-Profi. Damit lag er goldrichtig.

Ein „Mülheimer Duell“ hatte es bereits im Halbfinale gegeben. Ghem ließ Marc Pexa vom TC Dümpten mit 6:2 und 6:0 ebenfalls keine Chance. Dieses Resultat war keine Schande für Pexa, der berufsbedingt nur noch selten Turniere spielt. Im zweiten Vorschlussrundenduell hatte Lorenzo Giustino den an Position eins gesetzten Berliner Nicolas Bruns mit 6.4 und 6:4 bezwungen.

Ein weiterer Mülheimer hat in guter Form präsentiert. Mats Moraing vom gastgebenden TCD musste im Viertelfinalmatch gegen Giustino allerdings beim Stand von 4:6 und 0:2 aufgeben. Der Sohn des ehemaligen Weltranglistenspielers Heiner Moraing, hat auch vier Wochen vor seinem 18. Geburtstag noch immer große Probleme mit Wachstumsfugen. Ein geregeltes Training ist für ihn daher nicht möglich. „Der Körper von Mats ist in einem desolaten Zustand. Er muss immer wieder Trainings- und Turnierpausen einlegen“, so Peter Moraing. Es wird Zeit, dass der 17-Jährige bald ausgewachsen ist.

In der Damenkonkurrenz schaffte eine Mülheimerin den Einzug ins Halbfinale. Alina Petras musste sich erst der an zwei gesetzten Marina Melnikova vom TC Blau-Weiß Halle mit 6:7 und 3:6 geschlagen geben. Die Moldawierin zählt in dieser Saison erstmals zum Verbandsligateam des TC Dümpten. Die 20-Jährige trainiert in Wien beim ehemaligen Boris-Becker-Trainer Boris Breskvar, ein Freund der Moraing-Brüder.

Melnikova gewann dann am Montag auch das Finale, profitierte dabei allerdings von der Aufgabe der top-gesetzten Korina Perkovic. Die Bundesligaspielerin des TEC Waldau Stuttgart hatte aufgrund einer Allergie beim Stand von 7:5 und 6:7 nicht mehr genügend Luft, um noch den dritten Satz zu bestreiten. So hatte die 21-jährige Russin Marina Melnikova die Nase vorn.

Ausgespielt wurde an der Oberheidstraße auch ein Sieger in der Herren-40-Konkurrenz. Hier setzte sich ein Lokalmatador durch. Holger Biernacki vom Verbandsligisten TC Dümpten gewann das Finale gegen Volker Dittmann vom TC Kaiserswerth mit 2:6, 6:4 und 6:2.

Das dreitägige Turnier endete am Montagnachmittag mit der Siegerehrung. Peter Moraing zog ein positives Fazit: „Es herrschte auf und neben den Plätzen eine ganz entspannte Atmosphäre. Dies kenne ich fast nur aus früheren Zeiten. Wir planen eine Neuauflage des Turniers 2011.“

 
 

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