MRG-Urgestein feiert ein stolzes Jubiläum

Im Rahmen seiner diesjährigen Weihnachtsfeier im Bootshaus an der Mendender Straße würdigte die Mülheimer Ruder-Gesellschaft (MRG) ein nicht wegzudenkendes Urgestein des Mülheimer Rudersport.

Karl-Heinz Kirchholtes (Jahrgang 1938) blickt auf eine 60-jährige Mitgliedschaft in der MRG zurück. 1954 begann seine Laufbahn als Ruderer und Trainer. Leistungssportlich hat Karl-Heinz Kirchholtes, der in Rudererkreisen nur „Ede“ genannt wird, einen deutschen Meisterschaftstitel im Leichtgewichtsachter im Jahre 1968 errungen, fünf Mal nahm er insgesamt an nationalen Meisterschaften teil. Neben dem Meistertitel im Achter wurden der zweite und dritte Platz in den Folgejahren belegt.

In 1976 übernahm „Ede“ Kirchholtes das Traineramt in der Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim (RRGM) für zehn Jahre. In seiner Ära entwickelte sich die RRGM zu einem der erfolgreichsten Rudervereine in Deutschland. Zu den größten Erfolgen gehören zahlreiche Siege bei Landesmeisterschaften des NRW-Ruderverbands und deutschen Meisterschaften sowie mehrere Teilnahmen und Titel bei Junioren-, U23- und Senioren-Weltmeisterschaften. Mitglieder des aktuellen Bundesliga-Achters der RRGM haben ihre Ausbildung bei „Ede“ absolviert. Nach seinem Traineramt war er im MRG-Vorstand als Sportlicher Leiter aktiv.

Als Wertschätzung und Dankeschön für sein langjähriges Engagement wurde vom ersten Vorsitzenden der Mülheimer Ruder-Gesellschaft, Jürgen Schausten, ein handgefertiges Modellruderboot aus Edelstahl überreicht. Die anerkennenden Worte des Vorsitzenden mündeten in einem minutenlangen Applaus der Anwesenden mit Standing Ovations für den Jubilar.

Karl-Heinz Kirchholtes, mittlerweile Ehrenmitglied in der MRG, erweist sich heute noch als perfekter Kenner der erfolgreichen Geschichte der Mülheimer Ruder-Gesellschaft und kann den aktiven Junioren spannende Geschichten über die Entwicklung des hiesigen Rudersports erzählen und ist allen weiterhin ein großes Vorbild. Er ist auch still und nimmermüde im Hintergrund ein Förderer des Leistungssportes auf der Ruhr, trägt doch das MRG-Motorboot nicht ohne Grund und liebevoll den Namen „Schinder-hannes-Ede“. Foto: mrg

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