Mittendrin statt nur dabei

Knapp in drei Sätzen geschlagen geben mussten sich die Mülheimerinnen Judith Meulendijks (l.) und Johanna Goliszewski.
Knapp in drei Sätzen geschlagen geben mussten sich die Mülheimerinnen Judith Meulendijks (l.) und Johanna Goliszewski.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTOGRAPHIE / WA

1. BV Mülheim -
1. BC Beuel 3:3

Herrendoppel: Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter – Andreas Heinz/Ingo Kindervater 21:18,21:19
Damendoppel: Johanna Goliszewski/Judith Meulendijks – Birgit Michels/Heather Olver 11:21,21:13,16:21
1. Herreneinzel: Dmytro Zavadsky – Marc Zwiebler 16:21,18:21
2. Herreneinzel: Alexander Roovers – Andre Kurniawan Tedjono 16:21,15:21
Dameneinzel: Judith Meulendijks – Heather Olver (kampflos) 21: 0,21:0
Gemischtes Doppel: Marcus Ellis/Johanna Goliszewski – Marc Zwiebler/Birgit Michels 21:18,21:18

Ganz eng geht es nach dem vierten Spieltag an der Spitze der 1. Bundesliga zu. Zwischen dem Tabellenführer SC Union Lüdinghausen (7:1 Punkte) und dem Ligasechsten, dem 1. BC Beuel (5:3 Punkte), liegen nur ganze zwei Zähler. Mittendrin statt nur dabei, der 1. BV Mülheim auf Rang drei. Nach dem amtierenden deutschen Meister EBT Berlin traf die Mannschaft um Teamchef Dharma Gunawi mit dem 1. BC Beuel auf einen weiteren Meisterschaftsfavoriten, und schaffte, wie schon gegen die Hauptstädter, ein respektables 3:3-Unentschieden.

Die Rheinländer konnten erstmalig in dieser Saison in Bestbesetzung auflaufen, also auch wieder mit der Olympiafünften im Mixed Birgit Michels. Ein Pluspunkt für die Gäste, wie sich im Damendoppel herausstellen sollte. Nachdem Jorrit de Ruiter und Marcus Ellis im Herrendoppel mit dem 21:18 und 21:19-Erfolg über Andreas Heinz/Ingo Kindervater ihren vierten Sieg in Serie feiern konnten, durften die Zuschauer in der RWE-Sporthalle zeitweise sogar von einer 2:0-Führung träumen. Johanna Goliszewski und Judith Meulendijks hatten im Damendoppel den ersten Satz zwar mit 11:21 gegen Birgit Michels/Heather Olver verloren, konnte ihre Kontrahentinnen dann jedoch mit 21:13 ähnlich deutlich in die Verlängerung zwingen. Das äußerst spannende Match ging am Ende dann aber für die Mülheimerinnen mit 16:21 verloren.

Zu einer Neuauflage der Olympiapartie Dmytro Zavadsky gegen Marc Zwiebler kam es dann im 1. Herreneinzel. Was der ukrainische Titelträger und der Europameister aus Bonn den Zuschauern boten, war vielleicht schon allein das Eintrittsgeld wert: lange Ballwechsel, variantenreiches Spiel, Schnelligkeit und der unbedingte Wille, das Spiel für sich entscheiden zu wollen. Das blieb aus Sicht der Gastgeber dann, aber wie erwartet, mit 21:16 und 21:18 Marc Zwiebler vorbehalten.

Da die Engländerin Heather Olver zum Einzel verletzungsbedingt nicht antreten konnte, stand die Partie vor den beiden abschließenden Begegnungen 2:2. Alexander Roovers startete sehr gut in sein Einzel gegen Andre Kurniawan Tedjono und lag in beiden Sätzen zu Beginn vorn. Wie gewohnt überzeugte das BVM-Eigengewächs durch seinen Kampfeswillen und seine enorme Laufbereitschaft. Doch der in der Weltrangliste auf Platz 52 positionierte Indonesier wurde mit 21:16 und 21:15 seiner Favoritenrolle gerecht und brachte seine Mannschaft in Front.

Ist die Punkteteilung noch zu schaffen? So fragten sich die Anhänger der Mülheimer, denn ihr Mixedpaar Marcus Ellis/Johanna Goliszewski konnte erst eine von drei Partien in dieser noch jungen Saison gewinnen, und jetzt standen ihnen ausgerechnet Marc Zwiebler und Birgit Michels gegenüber. Aber was kaum jemand für möglich gehalten hatte, wurde wahr. Die beiden Akteure des 1. BV Mülheim fanden zu alter Stärke zurück und sicherten mit einem beeindruckenden 21:18 und 21:18-Erfolg das nicht mehr erwartete Unentschieden.

BVM-Pressesprecher Wim Kölsch meinte: „An der Spitze entwickelt sich ein Vier- oder Fünf-kampf. Wir können dort oben mithalten.“

 
 

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