Litchfields Schüsse ins Glück

Die blau-weiße Jubeltraube: Blau-Weiß Mintard feiert den Gewinn der Stadtmeisterschaft.
Die blau-weiße Jubeltraube: Blau-Weiß Mintard feiert den Gewinn der Stadtmeisterschaft.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Blau-Weiß Mintard ist erstmals Mülheimer Stadtmeister im Hallenfußball. Der Bezirksligist setzte sich am frühen Sonntagabend vor 1600 Zuschauern in der RWE-Sporthalle im Endspiel gegen den klassengleichen Vorjahressieger Mülheimer SV 07 mit 5:3 durch.

Der König-Pilsener-Pokal wandert vom Waldschlösschen in die Ruhrauen. Erstmals in der nunmehr 42-jährigen Geschichte der Mülheimer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft konnte sich die DJK Blau-Weiß Mintard den Titel sichern. Vor 1600 Zuschauern setzte sich der Bezirksligist im Endspiel gegen den klassengleichen Titelverteidiger MSV 07 mit 5:3 (1:1) durch.

Im Überschwang der Emotionen vergassen die Mintarder bei der Siegerehrung beinahe, sich neben der Siegertrophäe auch noch den großen Wanderpokal abzuholen. Egal, dann gab’s die Jubelwelle eben gleich zweimal. „Es war heute einfach eine super Mannschaft“, sagte ein sichtlich stolzer Co-Trainer Ulf Ripke. Den Schlüssel zum Erfolg konnte er auch gleich benennen. „Natürlich stechen Mathias Lierhaus und Marco Brings mit ihren Toren hervor, aber nachdem ich letzte Woche noch so unzufrieden mit der Abwehr war, haben wir heute auch defensiv super gekämpft“, lobte Ripke. Nicht umsonst erhielt Torwart Lars Fleischer die Auszeichung als bester Keeper.

Die Mintarder hatten den Turniertag mit einem Ausrufezeichen begonnen – 5:1 gegen Speldorf! Während der VfB nach einer 2:4-Niederlage gegen den 1. FC Mülheim früh die Segel strich, stellte Mintard die Weichen mit einem 9:0-Kantersieg über Heimaterde auf Halbfinale.

In der anderen Gruppe hatte der Vorjahressieger MSV 07 den Grundstein für das Weiterkommen durch zwei knappe Siege über den SC Croatia (2:1) und den TuSpo Saarn (4:3) gelegt, wobei die Ostwald-Truppe im Duell gegen Saarn einen 1:3-Rückstand umbog. Im hitzigen letzten Gruppenspiel gegen den TB Heißen gab der MSV zwar einen 6:2-Rückstand fast noch aus der Hand, sicherte sich durch das 6:5 aber Platz eins. Höhepunkt des Spiels war das 4:2 durch Manuel Schulitz, als die „07er“ nur noch mit zwei Mann auf dem Feld waren.

Im ausgeglichenen ersten Halbfinale zwischen dem MSV und den Styrumer Löwen bereiteten sich beim Stand von 1:1 alle Zuschauer und Spieler gedanklich schon auf das Neunmeterschießen vor. Nur einer nicht! Blerim Hysenlekaj traf zwei Sekunden vor dem Ablauf der Spielzeit zum 2:1 ins Netz der Löwen. Deutlich einseitiger verlief das zweite Halbfinale. Mit 7:2 fegte Blau-Weiß Mintard die Heißener vom Platz. Der Turnerbund belegte nach Rang zwei im Vorjahr diesmal Platz drei – denn das Neunmeterschießen um die Bronzemedaille ging mit 5:4 an den Vorjahresfinalisten.

Rein ins Endspiel: Zweimal legte der MSV vor, einmal Mintard. Jedesmal folgte der Ausgleich. 3:3 hieß es nach 17 Minuten. Doch dann wurde Daniel Litchfield zum Matchwinner. Seine zwei Tore machten Mintard zum Sieger.

EURE FAVORITEN