Königsklasse nimmt Spielbetrieb auf

Es war eine unendlich lange und mit den Highlights DM-Endrunde in Berlin, Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig und Europapokal unter dem Dach der heimischen RWE-Sporthalle ausgefüllte Pause. Am Wochenende erlebt die Feldhockey-Bundesliga ihr Frühlingserwachen. Nach dem letzten Spieltag Ende Oktober nimmt die deutsche Königsklasse wieder den Spielbetrieb auf. Für den HTC Uhlenhorst beginnt die Reise am Samstag (16 Uhr, Hüttenallee) im ewig jungen West-Duell beim Crefelder HTC. Das Reiseziel des Rekordmeisters ist klar definiert: DM-Endrunde Anfang Juli in der Hansestadt Hamburg.

Was die Uhlenhorster, die sich auf die beste Abwehr der Liga stützen, bislang an der frischen Luft geleistet haben, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Nach nur einer Niederlage (3:4 am zweiten Spieltag in Köln) in den bisherigen elf Punktspielen sitzt der HTCU (24 Punkte) den allesamt mit 25 Zählern ausgestatteten Rivalen UHC Hamburg, Rot-Weiss Köln und Harvestehuder THC ganz dicht im Nacken. Der Berliner HC, der freilich noch ein Nachholspiel hat, folgt mit 20 Punkten auf Rang fünf. Bei den Mülheimern gilt beim ersten Auftrag in der Seidenstadt folglich diese Ausrichtung: Nachlegen und auf Kurs bleiben!

Die Uhlenhorster Cheftrainerin Tina Bachmann ist heilfroh, dass es endlich wieder ernst wird: „Es ist doch ziemlich egal, was in der Vorbereitung passiert ist oder nicht passiert ist. Jetzt geht es wieder um Punkte und da muss jeder aufgeladen sein. Dass man beim Neustart nicht bei 100 Prozent ist, ist normal. Wir müssen aber alles versuchen, möglichst nah heranzukommen.“ Dass die Trainerin in der Vorbereitungsphase immer wieder auf Spieler, die bei Lehrgängen und Länderspielen weilten, verzichten musste, sieht sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Die Nationalmannschaften sind gespickt mit unseren Spielern. Für den Verein ist das eine großartige Sache, aber mit Blick auf die Vorbereitung alles andere als grandios. Das bedeutete schon eine erhebliche zusätzliche Schwierigkeit.“ Bei einigen Trainingsinhalten musste die ehemalige Nationalspielerin lange warten, bis endlich möglichst viele ihrer Schützlinge auf dem Kunstrasen waren. „Andere Klubs waren auch davon betroffen. Jetzt geht es darum, wer damit am besten klarkommt.“

An der Hüttenallee erwartet die Übungsleiterin „eine spezielle Aufgabe“. „Für die Krefelder ist das nach der schwachen Hinrunde ein Neustart. In der Tabelle gehören sie nicht dahin. Sie haben mehr Potenzial und werden gegen uns um jeden Zentimeter kämpfen. Wir müssen mit großer Willensstärke dagegenhalten.“

Gastgeber Crefelder HTC dümpelt im Niemandsland der Tabelle (Platz sieben mit 14 Punkten). „Wir freuen uns, dass die Vorbereitung jetzt vorbei ist. Unsere Ausgangsposition ist ganz einfach. Wenn nach vorn noch etwas gehen soll, müssen wir viel gewinnen, und um nach unten noch richtig in Gefahr zu geraten, müsste schon viel schief gehen“, erklärt CHTC-Trainer Matthias Mahn. „Für uns geht es aber in erster Linie darum, die Mannschaft bestmöglich weiter zu entwickeln.“

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