Hölterschule in Bewegung

Elan und Einsatz beim Sportabzeichen-Tag der Hölterschule rund um die Harbecke-Sporthalle: Die Schüler nehmen beim 800 Meter-Lauf Tempo auf.
Elan und Einsatz beim Sportabzeichen-Tag der Hölterschule rund um die Harbecke-Sporthalle: Die Schüler nehmen beim 800 Meter-Lauf Tempo auf.
Foto: WAZ FotoPool

Aufgeregt stehen die Zweitklässler am Anlauf. Nick ist an der Reihe. Der Schüler nimmt Tempo auf, läuft in großen Schritten auf die Matte zu, springt ab – und landet nach einem ordentlichen Satz hinter der dritten Markierungslinie. Drei Punkte für Nick. „Das war ein super Sprung“, gratuliert die Riegenführerin dem Siebenjährigen. Nevio und Constantin machen es ihrem Klassenkameraden nach und springen ähnlich weit.

Es ist der „Tag des Sportabzeichens“ der Hölterschule. Seit Jahren gehört die Veranstaltung zum festen Programm der Grundschule im Rumbachtal. Unterstützung bekommt sie dabei vom Mülheimer Sportbund (MSB).

In der Harbecke-Sporthalle an der Mintarder Straße und auf dem Außengelände üben sich die eifrigen Schüler und Schülerinnen im Sprint, im Weitsprung, dem Schlagball-Weitwurf oder dem 800 Meter-Lauf. Zum ersten Mal versucht sich die gesamte Schule an einem Tag am Sportabzeichen. Vormittags sind die Erst- und Zweitklässler an der Reihe, am Nachmittag folgen die Dritt- und Viertklässler.

„Der Spaß steht natürlich im Vordergrund“, sagt Sportlehrerin Ursula Faderl-Tielmann. „Aber wenn man das Sportabzeichen macht, werden viele verschiedene Bewegungsformen getestet. Das zeigt ein Grundsportlichkeit, die wir als schulisches Ziel ansehen.“

Um das Abzeichen ausgehändigt zu bekommen, müssen in den vier Disziplingruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination entsprechende Leistungen erbracht werden. Wer im Rahmen des Aktionstags in allen vier Bereichen erfolgreich ist, muss zudem seine Schwimmfertigkeit nachzuweisen. Dabei sind die sportlichen Vorgaben, die von den Kindern erfüllt werden müssen, abhängig von Geschlecht und Alter. Unterschieden wird noch zwischen den Kategorien Gold, Silber und Bronze.

Nicht alle Kinder schaffen das Abzeichen gleich im ersten Versuch. „Bei den Erst- und Zweitklässlern kann das niemand erwarten“, sagt Faderl-Tielmann. „Bei den älteren Schülern und Schülerinnen ist es das Ziel, dass nahezu alle das Abzeichen mit nach Hause nehmen.“ Wer die Vorgaben am Aktionstag verpasst, muss aber nicht traurig sein, besteht doch die Möglichkeit, es im Sportunterricht noch einmal zu versuchen.

Tina Bachmann ist mit ihrer Riege gerade beim Stand-Weitsprung. „Noch ein bisschen mehr in die Beine anziehen, wie ein Frosch“, erklärt sie einem ihrer Schüler vor dem Absprung. Bachmann, Trainerin des HTC Uhlenhorst, ist seit diesem Sommer Lehrerin an der Hölterschule. Sie ist mit ihren Jungs zufrieden. „Man merkt, dass die alle ehrgeizig sind und sich verbessern wollen.“ Benjamin schafft aus dem Stand heraus 1,36 Meter, Karl springt einen Zentimeter weiter. „Weitsprung macht am meisten Spaß“, gibt Benjamin zu Protokoll.

Draußen auf der Laufbahn rennen gerade die Mädels um die Wette. Flott sind sie unterwegs. Nach einer Runde liegen Antonia und Stella an der Spitze.Die Hälfte ist rum, die beiden wirken noch ziemlich fit. Die Sekunden verstreichen, dann biegen sie schon auf die Zielgerade ein. Schlussspurt. Zeitgleich kommen die Zweitklässlerinnen ins Ziel, die Zeit ist klasse: 3:57. Gold! Glücklich machen sie und die anderen Mädchen sich zurück auf den Weg in die Halle. Die nächste Aufgabe wartet dort. Seilspringen. Oder ein Balanceakt auf dem Schwebebalken. Es ist eben ein sportlicher Tag für die mehr als 400 Schüler und Schülerinnen.

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