Harald Hüsgen ist der Mister KHTC

Harald Hüsgen íst ein Ehrenmitglied des Kahlenberger Hockey- und Tennis-Clubs.
Harald Hüsgen íst ein Ehrenmitglied des Kahlenberger Hockey- und Tennis-Clubs.
Foto: Funke Foto Services
Der 68-jährige Harald Hüsgen hat viele Jahre lang im Vorstand des Kahlenberger HTC mitgearbeitet. Auch heute noch ist das Ehrenmitglied stets zur Stelle, wenn Not am Mann ist.

Wer an Personen in Umkreis des Kahlenberger Hockey- und Tennis-Clubs denkt, der kommt an Harald Hüsgen nicht vorbei. Der 68-Jährige gilt als „Mister KHTC“ und ist seinem Klub auch nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand noch immer treu verbunden.

Zu Beginn der 70er Jahre lernte Harald Hüsgen bei einer Fahrt in Mülheims französische Partnerstadt Tours Ludwig Linneweber kennen und knüpfte dadurch erste Kontakte zum KHTC. 1975 trat er schließlich dem Verein bei. „Früher haben wir auf der Straße schon Hockey gespielt“, erzählt Hüsgen. Er schaffte es später bis in die zweite Mannschaft. Seine große Stärke war die Schnelligkeit, denn angefangen hat Hüsgens sportliche Karriere als Leichtathlet bei der Turngemeinde 1856. „11,1 Sekunden bin ich damals über 100 Meter gelaufen“, erzählt er heute noch immer mit einem gewissen Stolz. Beim Hockey nannten sie ihn daher „den schnellsten Rechtsaußen Deutschlands“. Aber auch mit dem runden Leder konnte der heute 68-Jährige umgehen, spielte er doch auch Fußball beim VfB Speldorf, dem TuSpo Saarn und Broich 85. Mit dem SV Deifeld aus dem Sauerland gelang ihm sogar der Aufstieg in die Landesliga.

Hockey ist Hüsgens Leidenschaft

Geblieben ist Hüsgen aber beim Hockey. Dass diese Sportart zu seiner Leidenschaft wurde, zeigt noch heute ein kleiner Anhänger an seiner Halskette – ein Hockeyschläger. Nach der Zeit als aktiver Spieler griff Harald Hüsgen noch beim Elternhockey zum Schläger und ist seit vielen Jahren Mitglied der so genannten „Kahlis“. Viele dieser langjährigen Vereinsmitglieder kennen sich bereits seit der Schulzeit und fahren Jahr für Jahr gemeinsam in den Skiurlaub. Außerdem organisieren sie Feiern für den KHTC-Nachwuchs oder packen an, wenn im Klub Not am Mann ist.

Daneben war Hüsgen zunächst Beisitzer, später Hockeysportwart und als Zweiter und anschließend Erster Vorsitzender wichtiger Bestandteil des KHTC-Vorstandes. Zuletzt übernahm er kommissarisch noch einmal den Posten des Zweiten Vorsitzenden.

In der Zeit als Funktionär gingen einige wichtige Veränderungen auf das Konto von Harald Hüsgen. Unter anderem kümmerte sich der KHTC-Mann darum, dass der damalige Industrie-Bezirk, in dem die hiesigen Mannschaften beheimatet waren, in Ruhrbezirk umbenannt wurde. „Industriebezirk? Wie klingt das denn?“ Zudem hat Hüsgen den „Sportpark Saarner Ruhraue“ ins Leben gerufen. Unter diesem Namen sind die Sportstätten entlang der Mintarder Straße zusammengefasst. Die kleine Verbindungsstraße zwischen der Mintarder und der Düsseldorfer Straße bekam ebenfalls diesen Namen. Als Leiter der Baugenehmigungsbehörde hatte Hüsgen immer einen kurzen Draht zu den richtigen Stellen der Stadt.

Seit fünf Jahren ist der Mülheimer zwar Rentner, hat sich aber noch einmal als Architekt selbstständig gemacht. „Man muss ja schließlich was zu tun haben“, sagt der 68-Jährige. Beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes legte Hüsgen die Wegplatten, die zur neuen Spielstätte führen. Ohnehin hat das Engagement auch nach dem offiziellen Ausscheiden aus dem Vorstand nicht nachgelassen. Noch immer ist Hüsgen bei Vorbereitungen von Veranstaltungen dabei, kümmert sich um die Verwaltung und übernimmt die Abrechnung der Zähler in der Tennishalle, die der KHTC an die Tennisakademie PMTR verpachtet hat. „Ich helfe immer da, wo gerade Not am Mann ist“, erklärt er. Seit 2013 ist er das zweite lebende Ehrenmitglied des KHTC nach Ludwig Linneweber. „Die Ehrenurkunde habe ich damals selbst entworfen“, schmunzelt Hüsgen.

Nach all dem ist es kein Wunder, dass Sohn Philip quasi mit dem Hockeyschläger aufgewachsen ist. In der ersten Mannschaft gehört er heute zu den Leistungsträgern und trägt die Kapitänsbinde.

EURE FAVORITEN