Großer Bahnhof für die Helden von Berlin

Zum dritten Mal nach 1996 und 2006 gewinnt das Gymnasium Broich den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Hockey. Am Mülheimer Hauptbahnhof wurde den Spielern ein begeisterter Empfang bereitet.
Zum dritten Mal nach 1996 und 2006 gewinnt das Gymnasium Broich den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Hockey. Am Mülheimer Hauptbahnhof wurde den Spielern ein begeisterter Empfang bereitet.
Foto: Herbert Höltgen
Die Mannschaft vom Gymnasium Broicht gewinn in der Hauptstadt das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“. Dritter Erfolg für die Schule nach 1996 und 2006.

Um kurz vor 15 Uhr lief der Regionalexpress am Mülheimer Hauptbahnhof ein. Nervöse Blicke. „Sind sie da drin?“ Am hinteren Ende des Zugs wurden die Helden von Berlin schließlich erblickt und mit großem Hallo begrüßt. Etwa 30 Schüler, Lehrer und Eltern vom Gymnasium Broich bereiteten ihrer Hockeymannschaft, die in der Hauptstadt zuvor das Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia gewonnen hatte, einen begeisterten Empfang – Fahnen und Plakate inklusive.

Dem begleitenden Lehrer Ulrich Kalender fehlten erst einmal die Worte. Staunend betrachtete er das bunte Empfangskomitee. „Da kommen einem ja fast die Tränen“, sagte einer der erfolgreichen Spieler.

Der Empfang am heimischen Bahnhof war die letzte Etappe einer erfolgreichen Berlin-Reise, die aufregend begonnen hatte. Die Hinfahrt verzögerte sich so sehr, dass die Mülheimer erst gegen Mitternacht in Berlin eintrafen.

Ausgeschlafen war am nächsten Morgen dann nur das Team aus dem rehinland-pfälzischen Frankenthal. Nach wenigen Minuten lagen die Broicher mit 0:2 zurück. Immerhin erkämpfte sich die aus acht Uhlenhorstern und einem Kahlenberger bestehende Truppe noch ein 2:2. Durch einen 10:0-Kantersieg gegen überforderte Sachsen und einen 3:0-Erfolg über Kleinmachnow aus Brandenburg sicherte sich das Mülheimer Ensemble noch den zweiten Platz in der Vorrundentabelle.

Ähnlich verlief die Zwischenrunde. Nach einem Rückschlag gegen Hamburg (2:3) und Siegen über Niedersachsen (2:1) und Sachsen-Anhalt (5:1) stand wieder Platz zwei. Im Duell gegen das Hamburger Gymnasium Hochrad holten die Broicher erneut einen 0:2-Rückstand auf, kassierten kurz vor Schluss aber noch das 2:3. „Wir hatten aber gesehen, wo wir den Hebel ansetzen müssen“, erklärte Ulrich Kalender.

Denn nach einem 4:3-Sieg im Halbfinale über das bayrische Team von der Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg kam es im Endspiel zu einem Wiedersehen mit den Hamburgern. Diesmal waren die Mülheimer voll ausgeschlafen und wussten was zu tun war. Sie nahmen den Hamburger Haupttorschützen Benedikt Schwarzhaupt weitestgehend aus dem Spiel, so dass er nur einmal zum zwischenzeitlichen 2:1 erfolgreich war. Zuvor hatten Kilian Zais und Jonah Bosserhoff bereits für Broich getroffen. Mit dem 3:1 machte U16-Nationalspieler Robert Duckscheer alles klar. „Unter dem Strich war es eine runde Sache für uns, Berlin ist einfach immer eine Reise wert“, sagt Ulrich Kalender, der bereits zum neunten Mal beim Bundesfinale dabei war. „Das ganze war aber eine Teamleistung. Ohne die Unterstützung von der Schule und von den Eltern wäre das bestimmt nicht möglich gewesen“, sagte Kalender.

Broich gewinnt zum dritten Mal

Durch den Finalsieg der Broicher Mannschaft geht der Bundessieg bei den Jungen zum ersten Mal seit 2010 nach Mülheim. Damals gewann die Luisenschule, die in den letzten vier Jahren auch dreimal bei den Mädchen erfolgreich war. Für das Gymnasium Broich war es nach 1996 und 2006 der dritte Sieg im Hockeywettbewerb von „Jugend trainiert für Olympia“. Beinahe im Zehn-Jahres-Rhythmus.

 
 

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