Giolino gelingt Hattrick

Giolino mit Esther Ruth Weißmeier im Sattel (l.) gewinnt den Preis der Sparkasse Mülheim.
Giolino mit Esther Ruth Weißmeier im Sattel (l.) gewinnt den Preis der Sparkasse Mülheim.
Foto: Fabian Strauch
Über 10 000 Besucher erlebten am Samstag einen ereignisreichen Renntag auf der Raffelberger Bahn. Einer der Hauptdarsteller war Giolino, Sieger im Preis der Sparkasse Mülheim.

Giolino hat den Hattrick geschafft! Der vierjährige Wallach gewann am Sparkassen-Galopprenntag auf der Raffelberger Bahn das mit 8000 Euro dotierte Hauptrennen um den „Großen Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr“, eine über 1600 Meter führende Ausgleich-III-Prüfung. Im Sattel saß keiner der derzeitigen Branchen-Größen wie Andrasch Starke, Alexander Pietsch oder Jozef Bojko, sondern die erst 18-jährige Sonsbeckerin Esther Ruth Weißmeier.

Giolino/Weißmeier — dieses Gespann funktioniert! Nachdem Patrick Gibson den Wallach am 26. Mai bereits in Mülheim zum Sieg gesteuert hatte, gelang dies auch Esther Ruth Weißmeier am 20. Juni auf der Düsseldorfer Bahn. Und nun erneut Mülheim.

Trainiert wird Giolino am Raffelberg von Bruce Hellier. Der 75-Jährige sagte nach dem Heimsieg seines Schützlings: „Ein Erfolg hier am Raffelberg ist immer wieder etwas Besonderes. Giolino ist ein einmaliges Pferd und lässt sich im Moment nicht schlagen. Er galoppiert gern an der Spitze. Immer wenn ein Angreifer aufholt, zieht er das Tempo an. So war auch heute die Taktik. Esther hat ihn galoppieren lassen, zurücknehmen bringt nichts.“

Giolino galoppierte auch am Samstag an der Spitze. Dahinter bekämpften sich Wind Chill, frischer Sieger aus Baden-Baden, mit René Piechulek im Sattel und Victorious mit Alexander Pietsch und Cash the Cheque mit dem Kölner Jockey Andreas Helfenbein. Auf der Zielgeraden griff Wind Chill den führenden Wallach an, doch Esther Ruth Weißmeier steuerte Giolino schließlich sicher mit einer dreiviertel Länge vor Wind Chill ins Ziel. Auf den weiteren Preisgeldplätzen landeten Victorious, die von im Mülheim lebenden Ian Ferguson gerittene La Facella und Cash the Cheque. Außerhalb der Geldränge beendete die vom Mülheimer William Mongil vorbereitete Stute La Louz mit Reiterin Stefanie Hofer das Rennen.

Begeistert vom siegreichen Pferd ist auch die Reiterin. „Wenn Giolino sein Rennen von vorne bestreiten kann, ist er am besten. Da kann er entspannt galoppieren. Der Sieg kommt nicht völlig überraschend. Allerdings hatten wir schwierigere Gegner als beim Erfolg in Düsseldorf. Es hat aber wieder alles gepasst“, so Weißmeier.

Saison ist bereits beendet

Bruce Hellier gönnt dem Wallach nun eine drei- bis vierwöchige Pause. Der Trainer-Fuchs sagt: „Ich wollte dieses Rennen und den Vergleich mit mehreren zuletzt siegreichen Pferden abwarten, bevor weiter geplant wird.“

Sehr zufrieden mit dem Renntag war der Veranstalter. Der Rennverein Raffelberg freute sich über mehr als 10 000 Zuschauer und über einen Umsatz von 160 480 Euro. Auf der Bahn wurden davon 83 637 Euro gewettet.

Die Turfsaison 2015 ist auf der Raffelberger Galopprennbahn bereits jetzt schon abgeschlossen. Aus finanziellen Gründen sind auch in diesem Jahr nur drei Renntage geplant gewesen. Die Pferdesport-Freunde wünschen sich mehr Renntage. Das beweist die fünfstellige Besucherzahl am Sparkassen-Renntag.

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