Eitel Sonnenschein bei der MRG

Zum 27. Mal fand am Wochenende die Mülheimer Jungen- und Mädchen-Regatta statt. Die zehn- bis 14-jährigen Teilnehmer stammten aus 19 Vereinen aus ganz NRW; insgesamt zählte die Mülheimer Ruder-Gesellschaft (MRG), die die Veranstaltung seit 1988 ausrichtet, 547 Meldungen – mehr, als jemals zuvor. „Wir sind sehr glücklich über die zahlreichen Teilnahmen und freuen uns über das sehr gute Meldeergebnis“, zeigte sich Brigitte Bürgers, Schatzmeisterin der MRG, höchst zufrieden mit der regen Teilnahme an der Regatta, die traditionell am letzten September-Wochenende eines jeden Jahres stattfindet.

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein am vielleicht letzten durchgehend warmen Wochenende des Kalenderjahres startete am Samstag um 11 Uhr der erste Lauf. Am ersten Wettkampftag ging es zunächst über die Langstrecke, die je nach Alter der Kinder entweder 2000 oder 3000 Meter betrug. Außerdem fanden die Slalom-Läufe statt, eine Disziplin, die es nur bei Kindern gibt, um Balance auf dem Wasser zu erlernen. Von 11 bis 18 Uhr ging es an der Mendener Brücke zur Sache, angefeuert von zahlreichen Elternteilen und sonstigen Unterstützern gaben die Nachwuchssportler auf dem Wasser ihr Bestes.

Am zweiten Tag ging es weiter mit den Wettkämpfen. Ab neun Uhr standen die Kurzstrecke über 500 Meter sowie Staffel-Wettbewerbe auf dem Programm. Erneut erwarteten die Teilnehmer herrliches Wetter und hervorragende Bedingungen. Die warmen Temperaturen waren Bürgers Meinung nach ein Hauptgrund für den reibungslosen Ablauf des Ruder-Wochenendes. „Wir hatten keinerlei Probleme, alles lief hervorragend. Durch das schöne Wetter sind natürlich auch mehr Zuschauer gekommen, als es bei Dauerregen der Fall gewesen wäre.“

Ein weiterer wichtiger Faktor waren die erneut vielen ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer der MRG. „Diese Hilfe ist sehr wichtig für uns, ohne die Eltern und sonstigen Helfer könnte so eine Veranstaltung nicht stattfinden“, betonte Bürgers. „Besonders viel Lob kriegen wir für die selbstgebackenen Kuchen, die glatt in einem Café serviert werden könnten“, schmunzelte sie. Auch an den Bratwurst- und Getränkeständen rund um das Vereinsheim der MRG war der Andrang groß – beim Ruderwochenende an der Ruhr kam wirklich jeder voll auf seine Kosten.

Bei allem Einsatz für das leibliche Wohl sollte der Sport natürlich nicht zu kurz kommen. 15 Siege bejubelte die MRG. Die Mädchen und Jungen des benachbarten Wassersportvereins standen 25 Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen. Einige der Sieger, wie zum Beispiel Jan Achterfeld von der MRG, fuhren ihre letzte Regatta als Kinder. Der 14-Jährige wechselt nun altersbedingt in den Leistungssport. „Ich hatte insgesamt fünf Rennen an diesem Wochenende, Langstrecke, Slalom, zweimal Kurzstrecke und eine Staffel“, zählte er auf. „Eigentlich ist alles recht gut gelaufen, ich habe durchgezogen und bei der Langstrecke noch einen Endspurt hingelegt. Es hat gut geklappt“, analysierte der junge Mülheimer seine Leistung.

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