Ein Schotte fliegt über den Raffelberg

Das schnelle Trio: Der Drittplatzierte Ewout Hilferink aus Wuppertal, Sieger Nikki Johnstone aus Neuss und der Zweitplatzierte Gerrit Kröger aus Lüneburg.
Das schnelle Trio: Der Drittplatzierte Ewout Hilferink aus Wuppertal, Sieger Nikki Johnstone aus Neuss und der Zweitplatzierte Gerrit Kröger aus Lüneburg.
Foto: Michael Dahlke
Ein Schotte war am Sonntag der Schnellste beim 12. Mülheimer Rennbahn-Crosslau. Nikki Johnstone aus Neuss setzte sich im Hauptlauf über 8.300 Meter mit über einer Minute Vorsprung vor der Konkurrenz durch. 300 Teilnehmer sorgten für zufriedene Gesichter bei den Organisatoren.

Die 12. Ausgabe des Mülheimer Rennbahn-Crosslaufs entwickelte sich am Sonntagmittag zu einer One-Man-Show. Schon nach wenigen hundert Metern war klar, dass Nikki Johnstone von den Asics Frontrunner den Hauptlauf über 8300 Meter gewinnen würde. Der 30-Jährige aus Neuss flog förmlich über die Strecke und kam nach 28:23 Minuten mit weitem Abstand als Erster ins Ziel.

Früh lief der gebürtige Schotte der Konkurrenz auf und davon. Der spätere Drittplatzierte Ewout Hilferink sagte: „Ich habe früh gemerkt, dass ich das Tempo nicht packe.“ Auch Gerrit Kröger vom Lüneburger SV, der am Ende mit sicherem Abstand vor Hilferink Zweiter wurde, konnte nicht folgen. Bester Mülheimer war Tobias Severin (SV Siemens) als Vierter.

Johnstone lief ein konstant schnelles Tempo und schien auf den letzten Metern sogar noch einmal zulegen zu können. „Ich wollte schon vor zwei Jahren hier starten, aber da hat es nicht geklappt. Der Untergrund war sehr gut, mir gefallen solche Crossläufe. Auch wenn es etwas windig war, hat es mir nichts ausgemacht, von vorne weg zu laufen. Das bin ich von vielen anderen Veranstaltungen gewohnt“, erklärte der 30-Jährige, der in Neuss an einer internationalen Schule arbeitet.

Die schnellste Frau im Hauptlauf war Silke Niehues vom TuSEM Essen, die ebenfalls eine erfolgreiche Premiere am Raffelberg feierte. „Die Strecke ist nicht ohne. Zudem musste ich ab der zweiten Runde ganz alleine laufen“, erklärte die Siegerin. Ihre härteste Konkurrentin Caroline Hardt von Bayer Leverkusen war zwar immer in Sichtweite, konnte aber nicht entscheidend angreifen. Vor allem in den Kurven des Führrings konnte Niehues einen entspannten Blick über die Schulter riskieren, um den Vorsprung zu ihrer Verfolgerin abzuschätzen. Von Runde zu Runde konnte sich die Essenerin aber ein wenig absetzen. „Am Ende habe ich mir aber keinen Stress gemacht. Wenn sie noch einmal angegriffen hätte, dann hätte eben die bessere gewonnen“, erklärte Niehues.

Auf der Mittelstrecke dominierten vor allem bei den Männern die lokalen Größen. Mit deutlichem Abstand setzte sich Amos Zeller vom TSV Viktoria über die 4100 Meter in 13:41 Minuten vor seinem Klubkollegen Hendrik Mühlemeier (14:15 Minuten) durch. Auf den weiteren Plätzen landeten die starken Junioren Niklas Discher (Wiehltaler LC/14:17 Min.), Jan Neuens (ASV Duisburg/14:18) und der Styrumer Philipp Jung in 14:20 Minuten.

Die schnellste Frau im Feld war Daniela Shala von der DLRG Duisburg, für die eine Zeit von 17:59 Minuten gestoppt wurde. Als beste Mülheimerin landete Drita Schütte vom TSV Viktoria in gestoppten 21:45 Minuten auf dem vierten Platz.

 
 

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