Ein Punkt belohnt den 1. BVM

1. BV Mülheim -
SC Union Lüdinghausen 3:4

1. Herrendoppel: Niluka Karunaratne/Robin Tabeling - Josche Zurwonne/Robert Blair 13:15, 7:11, 5:11
Damendoppel: Johanna Goliszewski/Gayle Mahulette - Karin Schnaase/Eefje Muskens 11:9, 11:7, 9:11, 6:11, 15:13
2. Herrendoppel: Alexander Roovers/Russell Muns - Nick Fransman/Ruud Bosch 11:7, 13:11, 11:6
1. Herreneinzel: Niluka Karunaratne - Yuhan Tan 10:12, 8:11, 11:6, 11:5, 8:11
Dameneinzel: Gayle Mahulette - Karin Schnaase 11:13, 8:11, 7:11
Mixed: Robin Tabeling/Johanna Goliszewski - Robert Blair/Eefje Muskens 7:11, 11:9, 11:7, 11:6
2. Herreneinzel: Alexander Roovers - Nick Fransman 4:11, 8:11, 9:11

Steffen Hohenberg, Teammanager des Bundesligisten 1. BVM, hatte eine Vorahnung, als er im Vorfeld des Heimspiels gegen den SC Union Lüdinghausen einen „ganz knappen Ausgang“ prognostizierte. Nach einem mitreißenden Schlagabtausch am Dienstagabend vor 300 Zuschauern in der innogy Sporthalle hatten die glücklicheren Gäste aus dem Münsterland das bessere Ende für sich.

Die Entscheidung fiel im zweiten Herreneinzel, das das Mülheimer Urgestein Alexander Roovers in drei Sätzen abgab. Am Ende wurde der BVM mit einem Punkt belohnt.

Spiele zwischen dem deutschen Rekordmeister 1. BVM und dem SC Union um Karin Schnaase sind immer etwas Besonderes und ziehen den geneigten Badminton-Fan in ihren Bann. Fortsetzung am siebten Spieltag der deutschen Königsklasse, an dem in der Mülheimer Halle der Tisch reich gedeckt war.

Für das erste Highlight aus Sicht der Gastgeber sorgte das neuformierte Damendoppel. An der Seite von Johanna Goliszewski spielte die Niederländerin Gayle Mahulette, weil Lara Käpplein aufgrund einer Handverletzung nicht einsatzfähig war. Angesichts der versammelten Prominenz auf der anderen Seite mit Karin Schnaase und der Topspielerin Eefje Muskens aus den Niederlanden deutete alles auf eine unmögliche Mission hin, doch das BVM-Doppel kniete sich förmlich in das Match hinein.

Als die beiden ersten Sätze zurreichen Beute wurden, witterten die Zuschauer bereits den schnellen Vollzug. Dann drehte das Union-Duo aber die Partie, es ging in den Entscheidungssatz, in dem es unglaublich eng zuging. Die Mülheimerinnen lagen 10:11 hinten, kamen wieder zurück und wurden für ihr Teamwork belohnt, als Schnaase den letzten Ball ins Netz setzte. Johanna Goliszewski, die derzeit beim Arbeitgeber Bundeswehr einen Lehrgang absolviert, war nach getaner Arbeit einfach nur happy: „Das hat richtig viel Spaß gemacht. Gayle hat seit zwei Jahren kein Doppel mehr gespielt.“

Weniger Fortune hatte Mülheims Asiate Niluka Karnuaratne im Schlüsselspiel gegen den Belgier Yuhan Tan. Der Einzelspezialist aus Sri Lanka, der sich nach dem Eintauchen in die deutsche Kälte erst einmal eine warne Jacke gekauft hat, schien nach den ersten beiden Sätzen bereits auf der Verliererstraße zu sein, kam dann aber gegen den Arzt aus dem Nachbarland zurück.Im finalen Satz war es bis zum Stand von 7:7 unglaublich spannend, dann machte Tan mit seiner großen Erfahrung gegen einen krankheitsbedingt geschwächten Gegner die entscheidenden Punkte. „Das erste Herreneinzel war der Knackpunkt, aber Niluka war auch nicht richtig fit. Unser Damen waren sensationell und haben gegen eines der stärksten Doppel der Liga gewonnen. Mit dem einen Punkt sind wir nicht unzufrieden“, so die Einschätzung von Steffen Hohenberg.

 
 

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