Deutscher Meister setzt ein Ausrufezeichen

Neuauflage des Endspiels: Wie schon im vergangenen Jahr hatten die Mülheim Shamrocks die Nase vorn.
Neuauflage des Endspiels: Wie schon im vergangenen Jahr hatten die Mülheim Shamrocks die Nase vorn.
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Mülheim Shamrocks gewinnen die Neuauflage des Vorjahresfinals gegen die Berlin Kobra Ladies deutlich mit 34:0. Starke Defensivleistung

Der amtierende deutsche Meister im American Football der Damen hat am Samstag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Mülheim Shamrocks gewannen am Wenderfeld die Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen die Berlin Kobra Ladies mit 34:0.

Mit einem so klaren Ergebnis war im Vorfeld der Begegnung überhaupt nicht zu rechnen, gehört doch der Deutsche Meister von 2007 bis 2013 auch weiterhin zur absoluten Spitze im American Football der Frauen. „Das klare Ergebnis spiegelt den Spielverlauf auch nicht wirklich wieder. Wir mussten schon einen harten Job machen“, betont Claudia Kaiser, die im Mülheimer Team als Tight End und Linebacker im Einsatz ist.

Die Mülheimerinnen legten auf der heimischen Anlage einen guten Start hin und konnten schon im ersten Drive punkten. Jessica Neues gelang der erste Touchdown zum 6:0.

In der Folge war es vor allem die Shamrocks-Defensive, die die Angriffe der Berlinerinnen ein ums andere Mal ersticken konnte. „Die Defense hat schon einen super Job gemacht“, fand auch Claudia Kaiser.

Die Mülheimer Offensive hingegen konnte durch geschicktes Laufspiel immer wieder Raumgewinn verbuchen und diesen im zweiten Viertel auch in Punkte ummünzen. Unter Druck warf Quarterback Claudia Baack einen Touchdown-Pass zu Simone Suchanek – 12:0. Die anschließende Two-Point-Conversion verwandelte Sarah Walther zum 14:0.

Claudia Kaiser erhöht den Vorsprung

Die Vorentscheidung fiel dann bereits kurz vor Ende des zweiten Viertels. Nach einem langen Lauf von Claudia Baack über 25 Yards lief Claudia Kaiser mit dem Ball in die Endzone und erhöhte die Führung auf 20:0. Weitere sechs Zähler ergatterte Kaiser, als sie einen kurzen Pass über zehn Yards in der Endzone fing. Durch die erfolgreiche Two-Point-Conversion wuchs der Vorsprung des Deutschen Meisters bis zur Halbzeitpause auf 28:0 an.

Auch im weiteren Spielverlauf ließen die Mülheimerinnen die Gäste aus Berlin nicht bis in die eigene Endzone vordringen. Bis in die gegnerische Endzone schaffte es hingegen Sarah Walther kurz vor dem Ende des dritten Viertels, wodurch sie den Abstand zwischen den beiden Teams auf 34:0 erhöhte. Im letzten Quarter kamen keine weiteren Punkte mehr dazu.

Durch den zweiten klaren Sieg bleiben die Shamrocks mit großem Vorsprung Tabellenführer in der Bundesligagruppe Süd. „Natürlich ist dieses ergebnis eine starke Aussage. Aber im nächsten Spiel geht es wieder von 0:0 los. Besonders Berlin wird sich auf das Rückspiel noch einmal ganz speziell vorbereiten“, sagte Claudia Kaiser.

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