Das Rennen um Platz eins

Im Spitzenspiel gegen Düsseldorf wollen sich die Uhlenhorsterinnen möglichst viele Strafecken erspielen, da sie für diese Standardsituationen über exzellente Schützinnen verfügen.
Im Spitzenspiel gegen Düsseldorf wollen sich die Uhlenhorsterinnen möglichst viele Strafecken erspielen, da sie für diese Standardsituationen über exzellente Schützinnen verfügen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Hallenhockeydamen des HTC Uhlenhorst kämpfen am Samstag in Düsseldorf um den ersten Platz in der Westgruppe und damit um das Heimrecht im Viertelfinale. Am Sonntag gastiert Rot-Weiss Köln an der Lehnerstraße. Der HTCU muss beide Spiele gewinnen, um Erster zu werden.

Würde man ein bekanntes Sprichwort umwandeln, so geht es in der Hallenhockey-Bundesliga der Damen an diesem Wochenende nicht nur um die Wurst, sondern um den ganzen Grill. Die Damen des HTC Uhlenhorst kämpfen in der Westgruppe um Platz eins und damit um das Heimrecht im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft.

Die Ausgangslage: Der Düsseldorfer HC und der HTCU bilden gemeinsam mit jeweils 16 Punkten das Spitzenduo der Liga und sind bereits sicher für das Viertelfinale qualifiziert. Im direkten Duell kämpfen die beiden Mannschaften am Samstag (14.30 Uhr, Am Seestern) um die Meisterschaft im Westen. Dabei reicht den Düsseldorferinnen ein Unentschieden, da sie zum einen das um sieben Tore bessere Torverhältnis haben und zum anderen am Sonntag mit Leverkusen den deutlich leichteren Gegner vor der Brust haben als die Mülheimerinnen mit Rot-Weiss Köln (12 Uhr, Lehnerstraße).

„Wir müssen eigentlich beide Spiele gewinnen und haben dadurch die deutlich schwerere Aufgabe vor uns“, sagt HTCU-Trainer Hanns-Peter Windfeder und führt aus: „Selbst wenn wir Düsseldorf schlagen sollten, sind wir längst noch nicht durch. Denn die Kölnerinnen haben die bittere Niederlage gegen uns mit Sicherheit noch auf der Rechnung und werden das nicht so einfach auf sich sitzen lassen.“

Platz eins als Zugabe

Mit dem Erreichen des Viertelfinals haben die Uhlenhorsterinnen die Erwartungen bereits übertroffen. „Düsseldorf und Köln hatten wir eigentlich stärker eingeschätzt, zudem wussten wir nach den beiden Abgängen nicht so genau, wo wir stehen. Dass wir jetzt noch besser sind als im letzten Jahr, ist natürlich fantastisch“, meint Windfeder. Der erste Platz wäre für den HTCU also so etwas wie eine Zugabe. „Nichtsdestotrotz wollen die Mädels diese große Chance jetzt auch unbedingt nutzen“, weiß der Coach.

Um sich diesen Traum zu erfüllen, müssen die Mülheimerinnen in Düsseldorf aber ihre Bestleistung abrufen. „Der DHC ist der klare Favorit, der Tabellenführer der Feldbundesliga, der sich unbedingt das Heimrecht sichern will“, sagt der HTCU-Coach. „Es muss schon vieles stimmen, damit wir sie schlagen können.“ Windfeder hat den Kontrahenten am Dienstag bei einem Testspiel gegen die Nationalmannschaft beobachtet, in dem die Düsseldorferinnen einen äußerst starken Eindruck hinterließen.

Um dem Favoriten dennoch den Zahn ziehen zu können, haben die Uhlenhorsterinnen intensiv ihren Spielplan besprochen. „Wir müssen das Konterspiel unbedingt unterbinden, so wie es uns im Hinspiel geglück ist. Außerdem müssen wir vorne Ecken generieren“, fordert der Coach. Denn mit Hanna Valentin und Katharina Windfeder hat seine Mannschaft exzellente Schützinnen in ihren Reihen.

Sollte die Aufgabe in Düsseldorf für den HTCU doch zu groß sein und die Chance auf Platz eins wäre dahin, würde sich auch die Herangehensweise an das Köln-Spiel ändern. „In diesem Fall würden wir das Heimspiel am Sonntag zu einem taktischen Testspiel nutzen“, verrät Windfeder. Zunächst gilt die ganze Konzentration aber dem Duell in der Landeshauptstadt.

Dabei kann der Coach fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die beiden Langzeitverletzten Alica Wahl und Lara Birkner werden unter dem Hallendach wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Daniela Terber, die unter einer Überbelastung des Fußgelenks leidet.

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