BVM schöpft Kraft aus Teamgeist

Im erfolgreichen Heimspiel gegen den starken 1. BC Düren in Hochform: Alexander Roovers vom Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim.
Im erfolgreichen Heimspiel gegen den starken 1. BC Düren in Hochform: Alexander Roovers vom Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim.
Foto: WAZ

1. BV Mülheim -
1. BC Düren 4:2

Herrendoppel: Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter - Koen Ridder/Jelle Maas 22:20, 21:18
Damendoppel: Judith Meulendijks/Johanna Goliszewski - Beiwen Zhang/Soraya de Visch Eijbergen 22:20, 21:11
1. Herreneinzel: Dmytro Zavadsky - Rajiv Ouseph 12:21, 21:13, 19:21
Dameneinzel: Fontaine Mica Chapman - Beiwen Zhang 11:21, 11:21
Gemischtes Doppel: Marcus Ellis/ Johanna Goliszewski - Jelle Maas/Soraya de Visch-Eijbergen 18:21, 21:11, 21:14
2. Herreneinzel: Alexander Roovers - Carl Baxter 21:12, 21:11

Das Mülheimer Urgestein machte als Triumphator eine prächtige Figur. Die geballte Faust in Richtung Publikum dokumentierte den ganzen Stolz von Alexander Roovers nach einem tadellosen Auftritt im zweiten Herreneinzel, das im schweren Heimspiel des Badminton-Bundesligisten 1. BV Mülheim gegen einen personell opulent aufgerüsteten 1. BC Düren für die Weichenstellung sorgte.

„Alex war die Überraschung des Tages und hat uns mit einer Klasseleistung gegen den Engländer Carl Baxter den vierten Punkt geholt“, lautete das dicke Lob von BVM-Trainer Boris Reichel. Tatsächlich sorgte das finale Mixed Marcus Ellis und Johanna Goliszewski gegen die niederländische Paarung Jelle Maas/Soraya de Visch Eijbergen für den so wichtigen vierten Zähler. Nach einer Spielzeit von 2:45 Stunden war der amtierende Vizemeister verlustpunktfreier Tabellenführer. Lohn für eine mannschaftliche Geschlossenheit, die die Gäste mit ihrer individuellen Klasse nicht knacken konnten.

Die Begegnung im Spitzensportzentrum an der Südstraße nahm bereits in den Eröffnungsdoppeln richtig Fahrt auf. Hohe Spielkunst, Spannung pur und aus Sicht des heimischen Publikums die erhofften Resultate, gleich beim Start wurden viele Wünsche erfüllt. Reichel sprach mit Blick auf die ersten Angebote eines langen Nachmittags von einem „Parallelflug“. Tatsächlich spiegelte sich die Dramaturgie in der doppelten Ausfertigung. Die Mülheimer Damen und Herren wehrten beim Stand von 19:20 jeweils einen Satzball ab, glichen aus, gingen mit 21:20 in Führung und meldeten mit dem nächsten Punkt Vollzug.

Für Judith Meulendijks und Johanna Goliszewski war nun der Weg geebnet. Die US-Amerikanerin Beiwen Zhang und die Niederländerin Soraya de Visch-Eijbergen wehrten sich im zweiten Satz bis zum 9:10, resignierten dann aber gegen druckvoll und sicher agierende BVM-Damen. Jorrit de Ruiter und Marcus Ellis blieb derweil gegen die hartnäckigen Niederländer Koen Ridder und Jelle Maas weitere Schweißarbeit nicht erspart. Beim Stand von 18:18 hieß es: Ende völlig offen, dann meldete die niederländisch-englische Zusammenarbeit Vollzug. Mit der 2:0-Führung hatte der BVM bereits die halbe Ernte eingefahren.

Zavadsky steigert sich erheblich

Ein Sieger war er nicht, doch er zählte zu den Gewinnern des Tages. Der Ukrainer Dmytro Zavad-sky, jüngst gegen Dortelweil noch ziemlich neben der Spur, war um seine Aufgabe gewiss nicht zu beneiden. Vor ihm baute sich der so ungemein variantenreiche Engländer Rajiv Ouseph, seines Zeichens Weltranglisten-24., auf. Im ersten Satz war der mit so unglaublich vielen Mitteln ausgestattete Könner von der Insel auch Herr im fremden Haus. Das wollte der Osteuropäer nicht auf sich sitzen lassen. Im zweiten Durchgang führte er seinerseits den langen Engländer vor und war im Entscheidungssatz ganz nah an der dicken Überraschung. 19:20 hieß es im Wimpernschlagfinale, dann rettete sich der Brite zitternd ins Ziel.

„Bei Dmytro geht die Formkurve klar nach oben, das ist für ihn ganz wichtig. Ich hatte mit ihm ein langes Gespräch. Seine Heimat ist ja kein Erholungsort. Wir sind dazu da, ihn zu unterstützen und ihm Halt zu geben“, sagte der Coach.

„Wir alle freuen uns für Dmytro. Nach der Niederlage gegen Dortelweil war er so traurig und wusste mit sich selbst nicht wohin“, sagte Judith Meulendijks. Die Mannschaftsführerin weiter: „Fontaine hat in ihrem Match alles versucht, doch ihre Gegnerin war heute einfach zu überlegen. Wir sind einmal mehr als Mannschaft aufgetreten. Die Teamleistung war ausschlaggebend.“

 
 

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