BVM kommt unter die Räder

Nur noch auf dem sechsten Tabellenplatz steht die Badmintonmannschaft des 1. BV Mülheim. Am Samstag kassierte sie eine 0:6-Niederlage gegen den SC Union Lüdinghausen, am Sonntag folgte ein 1:5 beim TV Refrath in Bergisch Gladbach. Dabei konnte Trainer Boris Reichel auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

„Es war ein schwarzes Wochenende, das wir uns natürlich anders vorgestellt hatten. Der einzige Spieler, der bei uns im Moment hundert Prozent bringt, ist Alexander Roovers. Er nimmt ja auch nicht an den internationalen Turnieren teil“, sagte Boris Reichel nach der Niederlage am Sonntag. Der BVM-Trainer fügte hinzu: „Wir wussten von vornherein, dass wir an diesem Wochenende alles andere als leichte Gegner haben werden. Wenn dann nicht alle in Top-Form sind, kann so etwas einmal passieren.“

BVM-Spieler sind im Turnierstress

Im Turnierstress waren in der Woche Dmytro Zavadsky und Johanna Goliszewski, die in Prag aufschlugen. Goliszewski kam erst unmittelbar vor dem Lüdinghausen-Match am Samstag an. Sie verlor sowohl im Damendoppel an der Seite von Neuzugang Lara Käpplein als auch im Mixed zusammen mit Marcus Ellis. Goliszewski und Ellis zwangen Matthew Nottingham und Eefje Muskens in den dritten Satz, verloren aber schließlich mit 21:18, 19:21 und 17:21. Alle übrigen fünf Begegnungen gingen in jeweils zwei Sätzen an den Gegner. Reichel: „Das eine oder andere Resultat hört sich klar an. So eindeutig war es aber nicht immer. Die Niederlage war natürlich verdient.“

Am Sonntag gab es in der Sporthalle Steinbreche in Bergisch Gladbach immerhin einen Mülheimer, der sein Match gewinnen konnte. Alexander Roovers setzte sich gegen den Refrather Lars Schänzler mit 21:13 und 21:16 durch. „Alex spielt sehr konstant und gut. In der vergangenen Saison kassierte er hin und wieder Niederlagen, die vermeidbar waren. Das scheint jetzt besser für ihn zu laufen“, so Boris Reichel. Drei Sätze lang stemmte sich Dmytro Zavadsky gegen die Niederlage im Match gegen Richard Domke. Am Ende musste sich der Ukrainer dem Deutschen mit 21:14, 17:21 und 17:21 geschlagen geben.

Am kommenden Spieltag treffen die Mülheimer auf die SG Anspach. Die Begegnung beginnt am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Leistungszentrum an der Südstraße. „Gegen Anspach sind wir klarer Favorit. Wenn wir dieser Rolle gerecht werden, wird auch die Tabellensituation schon etwas freundlicher aussehen. Bislang haben wir vier von insgesamt 16 Bundesligapartien bestritten. Da müssen wir nicht gleich Trübsal blasen, wenn wir im Moment nur auf dem sechsten Tabellenplatz stehen“, sagt Boris Reichel, der auch nach den Niederlagen noch recht entspannt wirkte.

 
 

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