Ausrutscher ausdrücklich verboten

Den Freunden des HTC Uhlenhorst ist durchaus ein leichtes Blinzeln über den Tellerrand hinaus gestattet. Am Sonntag, 14 Uhr, kommt es in der Sporthalle an der Lehnerstraße zum Showdown, zum immergrünen Kräftemessen und stets spannungsgeladenen Duell: Grün gegen Rot, HTCU gegen Rot-Weiss Köln. Die Mülheimer Trainerin Tina Bachmann achtet derweil akribisch auf die korrekte Reihenfolge. „Natürlich haben wir uns im Training auf beide Gegner vorbereitet. Wir würden aber einen großen Fehler machen, nicht 120-prozentig auf Düsseldorf fokussiert zu sein.“

Also: Am Freitagabend (Spielbeginn: 20 Uhr) geht es am Seestern gegen den DHC darum, die gute Ausgangsposition nicht zu verspielen. Dann kann am Sonntag der Dauerrivale aus der Domstadt in Saarn vorstellig werden. Dann geht es um das i-Tüpfelchen. Der Primus der West-Staffel genießt am kommenden Samstag, 24. Januar, im Viertelfinale Heimrecht gegen den Zweiten aus dem Osten, der voraussichtlich TuS Lichterfelde heißt.

Die Uhlen, ihre Zeichens amtierender deutscher Meister unter dem Hallendach, haben am vergangenen Wochenende im eigenen Haus gewinnbringende Arbeit verrichtet. Beim 8:7-Sieg gegen den Crefelder HTC sehr mühsam, beim 8:3-Erfolg gegen Schwarz-Weiß Neuss ganz unbedrängt und ungefährdet. Nun heißt es also bei der Abendsession in der Landeshauptstadt gleichsam gewinnbringend nachzulegen. Wenn die Kölner am Samstag in Neuss an der Reihe sind, werden sie gewiss nicht aus der Kurve fliegen.

Aus Krankheitsgründen haben am vergangenen Doppelwochenende Abwehrspieler Ole Keusgen und Stürmer Timm Herzbruch gefehlt. Am Donnerstagabend haben sich beide Stammspieler wieder in den Trainingsbetrieb eingereiht. Über einen Einsatz werden die Trainer Tina Bachmann und Uli Bergmann (er kehrt am Freitag erstmals an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück) womöglich erst kurzfristig entscheiden. „Wir gehen immer verantwortungsvoll mit den Spielern um. Es geht um deren Gesundheit und wir müssen längere Ausfälle unbedingt vermeiden“, so Tina Bachmann.

Derweil muss sich Philipp Rohrbach wie auf einem Karussell fühlen. Gegen Krefeld hat er gefehlt, gegen Neuss stand er wieder auf dem Spielfeld. Nun muss er wieder aussetzen. Der Angreifer ist im Training auf den Ball getreten, ist dabei umgeknickt und hat sich eine Bänderverletzung zugezogen.

Den Düsseldorfer HC trifft es im Kampf gegen den Abstieg ganz hart. Mit Dominic Giskes fehlt so etwas wie die Torgarantie. Am letzten Wochenende bekam Giskes einen Ball ins Gesicht und musste unter der Woche operiert werden. Der Stürmer belegt in der Torjägerliste des Westens mit 18 Treffern den dritten Platz. Eingerahmt von den Uhlenhorstern Thilo Stralkowski (19 Tore) und Johannes Schmitz (16 Tore). Ganz oben thront der Kölner Marco Miltkau mit erhabenen 28 Treffern. Diesen Kunstschützen wird man am Sonntag in der Sporthalle an der Lehnerstraße ausmachen. Zunächst sind aber alle Blicke auf die Landeshauptstadt gerichtet.

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