Attacke in Rotterdam im Einer

Im olympischen Jahr sind die Jahrgangs-Weltmeisterschaften spät terminiert, weil diese immer hinter den Olympischen Spielen liegen müssen. In diesem Jahr fahren beide Klassen zusammen vom 21. bis 28. August auf der Prinz-Willem-Alexander-Baan in Rotterdam/Delft.

Im olympischen Jahr sind die Jahrgangs-Weltmeisterschaften spät terminiert, weil diese immer hinter den Olympischen Spielen liegen müssen. Normalerweise findet die U23- WM Ende Juli statt und die U19-WM Anfang August. Doch in diesem Jahr fahren beide Klassen zusammen vom 21. bis 28. August auf der Prinz- Willem-Alexander-Baan in Rotterdam/Delft.

Mit der Organisation dieser Weltmeisterschaft, an der rund 2.500 Athleten aus Dutzenden von Ländern teilnehmen, möchte man den Rudersport einem breiteren Publikum näher bringen und der ganzen Welt die Regattastrecke vorstellen, eine der neuen Perlen der Sportstadt Rotterdam. 61 Nationen mit 328 Booten und 900 Athletinnen und Athleten nehmen an den U23-Titelkämpfen teil. Mit dabei ist Jonathan Rommelmann, der Mülheimer Sportler des Jahres 2015, U23-Weltmeister im leichten Zweier 2015 im Trikot des Crefelder Ruder-Club, betreut von Trainerin Sabine Tschäge.

Eine lange Vorbereitung haben die deutschen Nachwuchsathleten hinter sich gebracht. Rommelmann und Tschäge waren drei Wochen in Ratzeburg im DRV-Trainingslager. „Ich musste mich erst wieder richtig an den Einer gewöhnen. Im harten Trainingsblock in Krefeld, den wir zwischen drin hatten, ist mir das ganz gut gelungen. In Ratzeburg war es schon schwierig, der Wind und die Wellen des Sees waren sehr schwer zu meistern im Einer“, berichtet Rommelmann, der ja das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio verpasst hatte, von der Vorbereitung.

„Wir freuen uns, dass es nach der langen Vorbereitung endlich los geht, jetzt wollen wir wissen, wo wir international stehen“, sagt Tschäge, die Rommelmann und den leichtgewichtigen U23-Doppelzweier trainiert. In den Vorläufen am Sonntag, 21. August, 9 Uhr, treten im leichten Einer 25 Skuller an. Wenn Rommelmann sich in seinem Vorlauf durchsetzt, erwartet ihn am Dienstag, 9.15 Uhr, das Viertelfinale. Das Halbfinale findet am Mittwoch, 17 Uhr, statt, das große Finale wird am kommenden Freitag, 15 Uhr, gestartet.

Mit Prognosen hält sich die Trainerin zurück: „Einen richtigen Favoriten konnte man noch nicht ausmachen, man hat sich auch gar nicht so doll mit den Gegnern beschäftigt. Man muss sehen, dass man den eignen Rhythmus findet. Gut drauf sind der Belgier van Zanveghe und der US-Amerikaner, aber auch der Brite“, schätzt Sabine Tschäge die Gegner ein. „Am Sonntag nach den Vorläufen wissen wir wo wir stehen. Nach 1000 Meter im Rennen zeigt sich, wer mitgehen kann.“