Zum 60. Geburtstag ein paar Bälle um die Ohren gehauen

Cracks zum Geburtstag: Michael Schmidtmann (links), Dinah Pfizenmaier und Karsten Braasch (rechts) gratulierten Klaus Karl auf besonderer Art.
Cracks zum Geburtstag: Michael Schmidtmann (links), Dinah Pfizenmaier und Karsten Braasch (rechts) gratulierten Klaus Karl auf besonderer Art.
Foto: NRZ

Zum 60. Geburtstag von Klaus Karl, Vorstandsmitglied vom TC Schaephuysen, traten bekannte Tennisprofis dort an. Auf Einladung ihres langjährigen Weggefährten Jan Stremmel sorgte der Ex-Davis-Cup-Spieler Karsten Braasch (47) und der Ex-Bundesliga-Akteur Michael Schmidtmann (44) für eine Überraschung.

Im nächsten Jahr sind sie, wie berichtet, Teil der neuen Schaephuysener Herren 30. Auch Dinah Pfizenmaier, aktuelle Nummer 126 der Damen-Weltrangliste, nahm am Show-Doppel teil. Vereinsmitglied Simon Galka, der auch schon für unsere Sportredaktion gearbeitet hat, sprach mit den Akteuren.

Frau Pfizenmaier, Prag, New York, Wimbledon – das sind nur die groben Stationen der vergangenen Wochen. Und jetzt Schaephuysen? Klingt komisch, finden Sie nicht?

Pfizenmaier: (lacht) Ja das stimmt schon, aber zu einem solchen Show-Spiel zum Geburtstag eines begeisterten Tennisspielers bin ich gerne gekommen. Ich bin froh, dass ich Zeit hatte, denn die letzten Wochen waren wirklich stressig. Der große Höhepunkt der letzten Turniere war ganz klar Wimbledon, wo ich zum ersten Mal angetreten bin. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis dort zu spielen. Das haut einen sprichwörtlich um. Aber leider liegt es mir nicht besonders gut, auf Rasen zu spielen.

Da liegt Ihnen die gute Schaephuysener Asche sicherlich besser?!

Pfizenmaier: Richtig, Asche ist mein Lieblingsbelag. Auf Rasen spiele ich allerhöchstens gerne Fußball.

Ihre Touren bestreiten Sie nicht ohne Ihren Trainer, Michael Schmidtmann. Sie wirken wie ein perfekt eingespieltes Team. Herr Schmidtmann, wie haben Dinah und Sie zueinander gefunden?

Schmidtmann: Dinah hat beim Westfälischen Tennisverband einige Stationen durchlaufen bis sie schließlich vor sechs Jahren zu mir kam. Die Chemie hat von Anfang an gepasst, und sie sagte damals, wenn sie wirklich gut werden wolle, dann schaffen wir das gemeinsam.

Wie war damals der Kompromiss zwischen der Schule und dem Tennissport? Einerseits stand das Abitur an, andererseits ergab sich die Möglichkeit sich national und international weiterzuentwickeln.

Pfizenmaier: Es war nicht immer ganz leicht, aber mir haben einige Aspekte in die Karten gespielt. Zwar war ich zu der Zeit schon einigermaßen erfolgreich, doch reichte es nicht so ganz zum großen Wurf. Kurz vor dem Abitur musste ich mich einer Schulter-Operation unterziehen. Ich durfte zwar früh wieder zurück auf den Tennisplatz, aber ich beschloss, meine Pause zu verlängern, mich erst voll und ganz auf das Abitur zu konzentrieren, um danach mit einem Neustart voll anzugreifen.

Und das hat bekanntlich gut geklappt?

Pfizenmaier: Genau. Ich wollte damals aber einfach die Schule gewissenhaft zu Ende bringen. Das rate ich jedem Heranwachsenden. Eigentlich wollte ich auch noch Sportmanagement oder Sportjournalismus studieren, aber ich war so viel auf Turnieren unterwegs, dass ich nie dazu gekommen bin.

Ist Ihnen der Erfolg bei Turnieren oder der im Verein wichtiger?

Pfizenmaier: Verein bleibt Verein. Dort fühle ich mich wohl, und dort bleibe ich trotz einiger Angebote von anderen Vereinen. In der Mannschaft möchte ich mit Freunden zusammen spielen.
Schmidtmann: Da sind wir ähnlich gestrickt. Ich habe unweit von meinem Heimatverein gewohnt, es waren nur 500 Meter bis zur Platzanlage. Auch heute noch ist mir das Clubleben besonders wichtig. Der Erfolg natürlich auch, ist ja klar.

Gesunder Sportler-Ehrgeiz?

Schmidtmann: Genau. Aber die Gemeinschaft und Geselligkeit, die mir auch hier beim TC Schaephuysen direkt aufgefallen ist, muss in jedem Verein bewahrt werden. Der Club lebt. So ist es für mich und uns selbstverständlich, anlässlich eines 60. Geburtstages hier ein paar Bälle zu schlagen. Ich habe die Einladung von Jan Stremmel gerne angenommen.
Braasch: Wenn Jan sagt, es wird eine gute Sache, dann kann man sich darauf verlassen! Wir kennen uns nun auch schon seit einer Ewigkeit und treffen uns regelmäßig. Privat, aber auch auf Turnieren. Mal hier, mal dort, aber immer auf der gemeinsamen Basis „Tennis“. Das ist der Grund, weshalb es egal ist, ob in Wimbledon oder Schaephuysen. Wir leben alle für diesen Sport, besonders Klaus Karl, das Geburtstagskind. Und da macht es große Freude, ihm auf unserer gemeinsamen Basis einen schönen Tag zu bescheren.

Nächste Saison werden Sie sich wiedersehen. Im Rahmen der neu gegründeten Herren 30 des TC Schaephuysen werden Sie mit Jan Stremmel und Michael Schmidtmann, Ihren langjährigen Weggefährten, zusammenspielen. Was erhoffen Sie sich von der kommenden Tennis-Saison?

Braasch: Gute, erfolgreiche Spiele, nette Abende mit Mannschaftskollegen, unseren Familien und allen anderen Vereinsmitgliedern und vor allem ganz viel Spaß. Aber ich denke, darüber brauche ich mir hier in Schaephuysen keine Sorgen zu machen.

 
 

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