Wenn der Sportverein eine Heimat wird

Inklusion pur beim VfL Repelen: Die Caritas Kicker, Siggi Ehrmann (Mitte) und der Wittfeld Wohnverbund.
Inklusion pur beim VfL Repelen: Die Caritas Kicker, Siggi Ehrmann (Mitte) und der Wittfeld Wohnverbund.

Der Wittfeld Wohnverbund der Grafschafter Diakonie Moers (WWM) mischte am Familiensporttag des VfL Repelen (wir berichteten) mit vier anderen gehandicapten Mannschaften zum Aktuellen Thema „Inklusion“ mit.

Dabei stellten die Teams ihr sportliches Können und ihre allgemeinen Fähigkeiten unter Beweis.

„Das Thema Inklusion wird hier in Repelen täglich gelebt, wir trainieren neben den aktiven Fußballspielern des VfL Repelen und können uns hier auf dieser tollen Sportanlage uneingeschränkt verwirklichen“, so Trainer Jochen Horster vom Wittfeld Wohnverbund Moers.

Seit fünf Jahren beim VfL

Seit fünf Jahren gehört die Mannschaft mit derzeit 15 Spielern der Fußballabteilung des VfL Repelen an. Zuvor waren die WWM-Kicker beim FC Meerfeld ansässig, bis dort der Umbau der Sanitär- und Sozialräume losging. „Meerfeld hat uns damals sehr unterstützt“, erinnert sich Horster gerne an die Zeit zurück. Doch auch beim VfL Repelen wurde der WWM-Kader bestens aufgenommen.

Davon überzeugte sich beim Familiensporttag auch der SPD-Bundestagsabgeordneter Siegmund Ehrmann. „Der hat sich bei diesem schönen und perfekt organisierten Familientag ganz genau und lange angehört, was wir hier machen“, so Horster und Trainer Michael Lehmkuhl, der mit den Caritas Kicker beim MSV Moers eine Heimat gefunden hat (wir berichteten).

Natürlich plauderte Ehrmann auch mit Karl Heinz Röhner, dem umtriebigen und äußerst engagierten Vorsitzenden vom VfL Repelen, über das aktuelle und immer weiter auflebende Thema „Inklusion“. Immerhin sind es gerade diese Vereine, die sich neben dem alltäglichen Leistungssport auch um die Menschen rechts und links kümmern. Bei Repelen hat das in den vergangenen beiden Jahren perfekt geklappt. Der WWM kann sich immerhin damit brüsten, Teil eines Vereins zu sein, dessen erste Herrenmannschaft im vergangenen Jahr von der Kreisliga A in die Bezirksliga und in diesem Jahr aus der Bezirksliga in die Landesliga aufgestiegen ist. Und die WWM-Fußballer lassen sich leistungsmäßig auch nicht lumpen. So wurden sie beim Turnier auf dem Familientag Zweiter – vor den erfolgsverwöhnten Caritas Kicker vom MSV.

Und am kommenden Donnerstag geht es für die WWM-Mannschaft, deren Handicap in Depressionen bis Schizophrenie begründet sind, nach Ulm, zum wahrscheinlich größten deutschen Turnier für alle Mannschaften – Hobby, Damen, Vereine und Handicaps.

„Im vergangenen Jahr wurden wir dort Dritter. 2012 Fünfter“, sagt Horster. Folglich müsste in diesem Jahr der Turniersieg rausspringen.

 
 

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