Wanderpokal steht wieder in der Grafenstadt

Robin Krüger
Pia Ueltgesforth (rechts) schrammte knapp am Sieg vorbei. Hier siegt sie im Gefecht gegen ihre Vereinskameradin Luise Greiffer.
Pia Ueltgesforth (rechts) schrammte knapp am Sieg vorbei. Hier siegt sie im Gefecht gegen ihre Vereinskameradin Luise Greiffer.
Foto: Christoph Karl Banski

Gleich doppelt Grund zur Freude hatten die Fechter des FC Moers beim Hodey-Cup am vergangenen Wochenende. Zum einen kehrte der Wanderpokal gerade noch rechtzeitig in die Grafenstadt zurück. Und dann blieb er auch noch dort, denn der FCM gewann in der Mannschaftswertung knapp vor dem OFC Bonn. Dass das Turnierwochenende mit 300 Teilnehmern auf neun Bahnen von den Moersern wie gewohnt hervorragend organisiert war und reibungslos über die Bühne ging, war genaugenommen sogar ein dritter Anlass zur Freude.

2013 hatte die Fechtdelegation aus St. Petersburg im Rahmen eines Trainingslagers in Bonn am Moerser Turnier teilgenommen und gleich die Mannschaftswertung und damit den Wanderpokal gewonnen. Nun nahmen die Russen nicht teil, konnten ihren Titel somit nicht verteidigen. Da die Trophäe Mitte vergangener Woche noch nicht wieder in Moers war, war zu befürchten, dass sie nicht mehr rechtzeitig ankommt.

Pokal im Handgepäck

Doch ausgerechnet dank des OFC Bonn, meist ärgster Konkurrent des FC Moers in der Mannschaftswertung des Hodey-Cups, klappte es doch. Deren Trainer Nikolai Kotchetkov war erst kürzlich in Russland und brachte den Pokal im Handgepäck zunächst zurück nach Deutschland und am Donnerstag schließlich nach Moers. Liebend gerne hätte er ihn wohl am Sonntag wieder mit nach Bonn genommen.

Doch obwohl sowohl die Bonner als auch die Moerser nur in einer Altersklasse einen Turniersieg verbuchen konnten, setzte sich der FCM in der Mannschaftswertung letztlich durch. Alexander Schüler sicherte sich bei den Schülern den ersten Platz. Hinzu kamen noch, und das war letztlich entscheidend, mehrere zweite und dritte Plätze.

Die wichtigste Zweitplatzierung feierte dabei Hannah Fenger. Bei der letzten Einzelentscheidung gewann sie bei den Damen im Halbfinale gegen die Bonnerin Natasha Gollan. Der Einzug ins Finale und gleichzeitig die Tatsache, dass die Bonner in diesem nicht vertreten waren, sicherte den knappen Sieg in der Mannschaftswertung. Auch wenn Fenger im Finale unterlag.

Zweite Plätze sicherten sich aus den Reihen der Moerser Pia Ueltgesforth bei den A-Jugend Damen, Merle Stieren bei der B-Jugend und Kenia Bo Höninger bei den Schülerinnen. Über dritte Plätze freuen durften sich Matthias Neuhaus bei den Herren, Anton Jansen bei der A-Jugend, Nils Fabinger und Laetitia Höninger bei der B-Jugend.

„Es ist alles glatt gelaufen“, freute sich Markus Tenbergen, Sprecher des FC Moers und fasste zusammen: „Mit den Besucherzahlen waren wir zufrieden. Wir sind eines der einzigen Turniere, bei dem zeitlich alles immer bis auf vielleicht eine halbe Stunde im Plan bleibt.“