Von Eversael nach Langenfeld

Beatrice Buchwald mit Weihegold, hier vor zwei JahrenFoto:imago
Beatrice Buchwald mit Weihegold, hier vor zwei JahrenFoto:imago
Foto: imago/Eibner

Die besten Reiter des Rheinlands sind auf Gut Langfort in Langenfeld unterwegs, um ihre Landesmeister im Dressur- und Springreiten zu ermitteln.

Noch bis Sonntag, 21. Juni, sind es etwa 420 Reiterinnen und Reiter, die im Pferdesportzentrum Rheinland in sage und schreibe 57 Prüfungen insgesamt 1350 mal an den Start gehen werden. Und lediglich zehn von ihnen werden am Ende mit einer der beliebten grün-weißen Meisterschärpen geschmückt. Aus Rheinberg ist in diesem Jahr wieder Shootingstar Beatrice Buchwald mit dabei. Bei den Dressursenioren kann sich unter anderem Matthias Bouten aus Alpen besondere Medaillenhoffnungen machen.

Bereits zum 13. Mal werden die rheinischen Meisterschaften in diesem Jahr auf der Reitanlage der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland auf Gut Langfort statt. Die Elite des rheinischen Reitsports gibt hier ihre Visitenkarte ab und misst sich unter anderem in gleich 18 Prüfungen der schweren Klasse sowohl im Parcours als auch auf dem Viereck.

Beatrice Buchwald

Schon in den vergangenen Jahren war Beatrice Buchwald (RV Graf von Schmettow Eversael) regelmäßig bei den Landesmeisterschaften zu Gast.

So konnte sie vor drei Jahren mit ihrem jetzigen Grand Prix-Pferd Weihegold OLD in Langenfeld die erste S-Dressur gewinnen – wohl gemerkt war das der erste Sieg in der schweren Klasse sowohl für das Pferd als auch für die Reiterin.

Im vergangenen Jahr kehrte „Bea“ Buchwald dann sogar mit zwei goldenen Schleifen aus Langenfeld zurück: Sie siegte dann in der S-Dressur für junge Pferde, die auf Trense geritten wird, mit dem rheinischen Hengst Lord Carnaby.

Im Sattel von Luiz Gustavo gewann die Rheinbergerin außerdem im Rheinischen Reitpferdechampionat. Langenfeld ist also ein gutes Pflaster für Beatrice Buchwald, die im Stall von Olympiasiegerin Isabell Werth als Bereiterin arbeitet und die auch in diesem Jahr den Jungpferdetag am gestrigen Donnerstag genutzt hat, um ihren vierbeinigen Nachwuchs vorzustellen.

Matthias Bouten

Matthias Bouten (RV Graf von Schmettow Eversael) wird im Lager der Dressursenioren in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hierbei muss er in der Königsklasse der Dressur, einem Grand Prix und einem Grand Prix Spezial, der schwersten Dressurprüfung der Welt, an den Start gehen. Bouten war einige Jahre ebenfalls Bereiter bei der mehrfachen Weltmeisterin und Olympiasiegerin Isabell Werth in Rheinberg. Nach dieser Zeit ging er für ein Jahr nach Westfalen, anschließend machte er sich in Alpen selbstständig. Momentan ist er international in Grand Prix Prüfungen hoch erfolgreich und gewinnt auf ländlichen Turnieren eine S-Dressur nach der anderen. Mit Ehrengold MJ konnte er am letzten Maiwochenende diesen Jahres zum ersten Mal international einen Grand Prix Special gewinnen. Der zwölfjährige Westfalenhengst wird ihn auch bei den Landesmeisterschaften auf der Jagd nach einer Medaille begleiten.

Neben den Meisterschaftsprüfungen, deren Finals alle am Sonntag ausgetragen werden, stehen dort in Langenfeld donnerstags und freitags Qualifikationen zum Bundeschampionat und spezielle Jung-Pferde-Prüfungen auf dem Programm.

Auch die Nachwuchsreiter ohne eigenes Pferd haben diesmal bei den Landesmeisterschaften einen großen Auftritt: Erstmals gibt es in diesem Rahmen Wettbewerbe für Schulpferdereiter – mit einem Reiter- und einem Springreiterwettbewerb – mit zusätzlicher kombinierter Wertung und Mannschaftswertung. „Damit beschreiten wir als Veranstalter einen neuen, attraktiven Weg der Nachwuchsförderung und untermauern die Bedeutung guter Schulpferde für den Reitsport“, freut sich Turnierleiter Rolf-Peter Fuß, Vorstand des Pferdesportverbandes Rheinland.

Mit 10 000 Euro dotiert

Ein neues Highlight ist die Dressurprüfung Klasse S**–Kür am Samstag. Hier dürfen Meisterschaftsteilnehmer mit einem zweiten Pferd antreten, wenn sie sich zuvor in einer S*-Dressur qualifiziert haben.

Im Parcours bildet traditionell die mit 10 000 Euro dotierte Finalprüfung der Reiter und Senioren, ein S***-Springen mit zwei Umläufen, den sportlichen Höhepunkt. Am Sonntagnachmittag wird es hier besonders spannend, weil es nicht nur um den Sieg in dieser renommierten Prüfung geht, sondern auch um die letzten entscheidenden Punkte im Kampf um den Titel.

Attraktives Rahmenprogramm

Doch bei den Rheinischen Meisterschaften gibt es nicht nur Spitzensport in Dressur und Springen zu sehen, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm. So kann man Freitag ein Sekt-Frühstück und Samstag einen Dinner-Abend in der Sponsoren-Lounge buchen. Am Samstag lockt tagsüber außerdem der Familientag mit reduzierten Eintrittspreisen. Kinder können das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde beim Ponyreiten erleben, außerdem stehen Pferde zum Streicheln und Schmusen bereit.

Am Samstag lockt tagsüber außerdem der Familientag mit reduzierten Eintrittspreisen. Kinder können das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde beim Ponyreiten erleben. Und Pferde stehen zum Streicheln und Schmusen bereit.

Interessanten Sport gibt es zudem nicht nur im Dressurviereck und auf dem Springplatz zu bestaunen, sondern auch auf der „Langenfelder Bühne“, auf der die Sportvereine aus der Umgebung ein Potpourri aus Tanz, Akrobatik, Theater und vielem mehr präsentieren.

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