Vom TV Schwafheim aus starten 46 Aktive in Kevelaer

Die Mannschaft vom TV Schwafheim, Ausrichter des Pokalwettkampfes am Sonntag.
Die Mannschaft vom TV Schwafheim, Ausrichter des Pokalwettkampfes am Sonntag.

Volles Haus hieß es am Wochenende beim Pokalwettkampf in der Sporthalle der Moerser Heinrich-Pattberg-Realschule.

Zwischen acht und 27 Jahre waren die 54 Turnerinnen alt, die von den Vereinen SG Moers, Lintforter TV, SG Neukirchen-Vluyn, VfL 08 Repelen, TuS 08 Rheinberg und dem Ausrichter des Wettbewerbs, dem TV Schwafheim, dort antraten.

Wer unter die besten Zehn kam, qualifizierte sich automatisch für den Folgewettkampf, die Verbandsgruppenmeisterschaft am Sonntag, 17. Mai, in Kevelaer. Doch diesen Druck hatten ausgerechnet die ältesten und damit zumeist auch routiniertesten Turnerinnen nicht. Vier waren es im Wettkampf 2.4.18 und zwei im Wettkampf 2.4.17 – die waren folglich sofort für Kevelaer qualifiziert. Bei ihnen ging es nur noch um die Pokalgröße.

Gegenseitig angefeuert

In den anderen Jahrgängen mit mehr als zehn Turnerinnen wurde aber jeden Platz hart gekämpft.

Turn-Verbandsvorsitzende Marita Reiners-Faerber und Monika Sujatta vom TV Schwafheim sprachen die Begrüßungsworte. Danach war der Wettkampf eröffnet. Zwar gaben die Mädels voller Ehrgeiz an den Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und am Boden vor den strengen Augen der Kampfrichter alles. Immerhin konnte der kleinste Fehler die Quali kosten. Doch immer wieder feuerten sie sich auch gegenseitig an. Vor allem am „Zitterbalken“. Dabei hallten die „Steh!“-Rufe durch die Halle – um Stürze möglichst zu verhindern. Manche Übung wurde auch vorgesagt, wenn sie vor lauter Aufregung vergessen wurde. Kurzum: Die Turnriege hält zusammen

Bereits nach dem ersten Gerät machte sich Anspannung breit, erste Tränen flossen. Beim Zwischenstand zur Halbzeit waren so die Gefühle gemischt. Wer schlechter platziert war, musste an den letzten zwei Geräte noch mal alles geben. Honoriert vom Applaus der Zuschauer.

Die Tageshöchstwerte erreichten Sabrina Hergesell vom Lintforter TV am Sprung mit 16,95 Punkten, und ihre Vereinskollegin Kim Jablonski am Stufenbarren und Schwebebalken mit 15,90 und 16,50 Punkten sowie Romyna Gurny von der SG Moers am Boden mit 16,90 Punkten. Eine Turnerin vom TV Schwafheim hatte Pech. Sie konnte den Wettkampf, der ansonsten perfekt und unfallfrei ablief, wegen einer Verletzung nicht beenden.

Bevor es aber dann für alle zur Siegerehrung ging, wurde erst einmal das Kuchenbüffet in der Cafeteria geplündert. Denn anders als im laufenden Wettbewerb kann Pokale jeder auch mit vollem Magen entgegennehmen.

Kuchenbüffet geplündert

Und dabei wurde in Reihen der Aktiven besonders laut gejubelt, wenn jemand eher unverhofft einen Platz auf dem Treppchen erreicht hatte – also unter den ersten drei besten Turnerinnen kam.

„Für die Erstplatzierten spendeten die Vereinskollegen besonders kräftigen Applaus“, freute sich anschließend auch Ricarda Rütjes, Turnerin vom VfL Repelen und Sprecherin des Verbandes. Am Ende qualifizierten sich insgesamt 46 Turnerinnen für die Verbandsgruppenmeisterschaft – immerhin 15 Aktive mehr als im Vorjahr.

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