TuS Lintfort zittert sich zum Erfolg

Mund abputzen und weiter: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort siegten gestern Nachmittag nach einer dürftigen Vorstellung daheim gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen denkbar knapp mit 19:18 (8:10).

Die Partie begann holprig. Beide Teams waren vor allem in der Offensive um Kontrolle bemüht. Lintfort bekam überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner, geschweige denn auf das Spiel. Es klemmte im Aufbau, in der Chancenwertung und ganz besonders im Passspiel. Die vielen unnötigen Fehlpässe waren absolut indiskutabel.

Gutes Kreisläuferspiel

Dutenhofen, ein Verein aus der unteren Tabellenregion, war zum Erstaunen der Fans ein gleichwertiger Gegner. Überraschend deshalb, weil das HSG-Potenzial nicht gerade breit gestreut war. Die Gäste verschleppten das Tempo, liefen sich hier und dort fest, aber warfen ihre Tore. Richtig gut war hingegen das Kreisläuferspiel. Lintfort fand kein probates Mittel, um die Situationen zu entschärfen. Trotz allem blieb die Begegnung zerfahren und nicht schön anzuschauen. Nur mit einem kleinen Unterschied: Dutenhofen machte aus seinen Möglichkeiten recht viel, während TuS Lintfort seine wohl schwächste Halbzeit der gesamten Saison zeigte.

In den zweiten 30 Minuten änderte sich aus Lintforter Sicht wenig. Die Mannschaft begab sich vergebens aus die Suche nach Normalität, konnte aber auf diesem Weg ihre Verunsicherung niemals abschütteln.

Auch wenn das Niveau nicht anstieg: Es blieb zumindest spannend. Dutenhofen führte sogar mit 16:14. Aber TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein hatte erneut – wie schon vor zwei Wochen – das richtige Näschen, sorgte mit der Einwechslung von Laura Graef für frischen Wind. Die junge Torhüterin hielt unglaublich, parierte gleich mehrere „freie Dinger“ und sorgte dafür, dass Lintfort die Partie noch drehen konnte. Und nicht zu vergessen: Zumindest auf Yvonne Fillgert war Verlass. Die Linksaußen steuerte gleich sechs wichtige Tore zum Erfolg bei, ließ sich nie aus der Ruhe bringen.

„Ich bin froh darüber, dass wir glücklich gewonnen haben“, so das Fazit von Bettina Grenz-Klein. „Meine Mädels haben sich super schwer getan und dürfen sich über zwei Punkte freuen. Das Ergebnis ist in Ordnung – das Spiel nicht.“

 

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