TuS Lintfort will den Negativtrend stoppen

Ihre Routine ist Sonntag beim Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten HSG Kleenheim gefragt: TuS-Kreisläuferin Caroline Mook, hier bei einem sehenswerten Fallwurf im Spiel gegen den ASC Dortmund.Foto:Christoph Karl Banski
Ihre Routine ist Sonntag beim Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten HSG Kleenheim gefragt: TuS-Kreisläuferin Caroline Mook, hier bei einem sehenswerten Fallwurf im Spiel gegen den ASC Dortmund.Foto:Christoph Karl Banski

Spitzenspiele sind bekanntlich das Salz in der Liga-Suppe. Es setzt zusätzliche Emotionen und Kräfte frei. Doch im Fall der Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort ist das Top-Spiel bei der HSG Kleenheim, Sonntag, 17 Uhr, Fluch und Segen zugleich.

Lintfort schwächelt derzeit ungewohnt, holte zuletzt nur magere 1:5 Punkte. Aber mit einem Schlag – sprich mit einem Sieg – würde sich das Team eindrucksvoll im Meisterschaftsrennen zurückmelden. Eine weitere Niederlage – und das „Thema Titelgewinn“ wäre endgültig durch.

Einen 26:2-Punkte-Lauf

Kleenheim, aktuell Tabellenzweiter (32:8), steht allerdings ebenfalls unter Druck. Die Gastgeberinnen dürfen sich eigentlich keine Schlappe erlauben um an Spitzenreiter Bretzenheim (33:7) dranzubleiben. Aber die HSG hat richtig gute Monate hinter sich: Das Team hat sprichwörtlich einen Lauf, sammelte fette 26:2 Punkte.

Am Sonntag treffen die beiden besten Deckungsreihen aufeinander. Kleenheim bevorzugt in der Regel eine defensive Variante. Das Team gilt als eingespielt und harmoniert prächtig: Abwehrspezialistin Tanja Schorradt gibt den Takt vor. Neben ausgeprägter Kampfkraft, erkennen viele Akteurinnen spielentscheidende Situationen, stellen Wege und Räume zu und verhindern somit das gewollte Passspiel des Gegners.

Im Angriff greift eine clevere, teils abgezockte Umsetzung der Spielanlage. Die Mannschaft präsentiert sich über weite Strecken des Spiel äußerst konzepttreu. Läuft es mal nicht nach Wunsch, sticht Individualität. Alle Positionen sind doppelt und gut besetzt.

Auf den TuS Lintfort wartet demnach ein hartes Stück Arbeit. Eine Siegchance gibt es nur, wenn die Mannschaft die alte Begeisterung in der Defensive erreicht – mit Kampf, Aggressivität, Zuordnungen, aber auch der nötigen Hingabe.

Der Angriff ist momentan jedoch die größere Baustelle. Mal von Formschwächen einzelner Spielerinnen abgesehen: Lintfort trifft in der Spielentwicklung oftmals die falsche Entscheidung. Hinzu kommt derzeit eine überschaubare Chancenverwertung.

„Mit Rückschlägen muss man behutsam umgehen“, sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Ich erwarte aber von meiner Mannschaft eine dementsprechende Antwort – einen souveränen, selbstsicheren Auftritt. Wir müssen in kämpferischer wie spielerischer Hinsicht alles geben. Wenn es dann am Ende nicht reicht, kann ich damit leben.“
Die Stadtwerke Kamp-Lintfort bleiben übrigens auch in Zukunft weiterhin als einer der zuverlässigen Trikotsponsoren den Drittliga-Handball-Damen erhalten.

Die Stadtwerke unterstützen den TuS Lintfort bereits seit 2001, sind damit der dienstälteste Sponsor und für den Verein somit eine der tragenden Säulen. Wichtig, um auch künftig und langfristig die Planungen fortzuführen.

 
 

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