TuS Lintfort verhindert komplette Blamage

Leonie Lambertz, hier gegen zwei Dortmunderinnen, warf gestern Nachmittag drei Tore für den TuS-Lintfort zum 25:25-Endstand.Foto:Christoph Karl Banski
Leonie Lambertz, hier gegen zwei Dortmunderinnen, warf gestern Nachmittag drei Tore für den TuS-Lintfort zum 25:25-Endstand.Foto:Christoph Karl Banski

Kein Fleisch, kein Fisch! Es gab einen erneuten Dämpfer im Meisterschaftsrennen. Die Handball-Spielerinnen des Drittligisten TuS Lintfort trennten sich daheim vom Abstiegskandidaten ASC Dortmund mit 25:25 (14:12). In punkto Titelvergabe tut dieser Punktverlust richtig weh. Gemessen am Spielverlauf kann sich Lintfort allerdings sogar glücklich schätzen.

Den Spielerinnen fehlte die gewohnte Leichtigkeit. Der Schuh drückte vor allem in der Offensive und dort vorwiegend im Rückraum. Die Mannschaft hatte Schwierigkeiten, Konzepte umzusetzen, Tore zu werfen. Verantwortung wurde nicht übernommen, sondern weiter gereicht. Diesmal fehlte zudem der Zugriff in der Verteidigung.

Einfache Treffer

Dortmund hatte zunächst wenig Mühe damit, die defensive TuS-Formation auszuhebeln. Als die einfachen Treffer aus dem Rückraum sich häuften, stellte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein der ASC-Spielgestalterin Melina Fabisch kurzerhand eine Sonderbewacherin zur Seite. Lintfort stabilisierte sich leicht, ging mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause. Nicht zuletzt dank der vier wichtigen Tore von Youngster Eva Legermann.

Doch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst schlechter. Lintfort brach nach einer 15:13-Führung aufgrund zahlreicher Patzer ein. Der gesamte Angriff produzierte Fehler am Fließband, beste Großchancen wurden gleich reihenweise verballert. Die Nerven lagen sprichwörtlich blank. Dortmund zog aus den Lintforter Unzulänglichkeiten geschickt seinen Vorteil, übernahm die Initiative und stahl sich klammheimlich davon.

Den Gästen war für ihren couragierten Auftritt ein Lob auszusprechen. Dortmund zeigte Herz und enteilte bis auf 24:18 (51.)

Aber der TuS Lintfort wehrte sich mit dem Mut der Verzweiflung, spielte volles Risiko und wurde dafür belohnt. Die Mannschaft zeigte Rückgrat, warf in acht Minuten sieben Tore in Serie zur eigenen 25:24-Führung. Doch die Gäste antworteten noch einmal vier Sekunden vor dem Abpfiff zum leistungsgerechten 25:25.

„Wenn man kurz vor dem Ende noch mit sechs Toren hinten liegt, so ist das Ergebnis wohl ein Punktgewinn“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem emotionalen Spiel. „Aber alles, was davor abgelaufen ist, war grottenschlecht und eine große Enttäuschung. Wir haben vor allem im Angriff zu viele Fehler gemacht.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen