TuS Lintfort steckt in einer tiefen Krise

Warf in Gedern/Nidda nur ein Tor: Eefje Huijsmans, TuS-Spielmacherin, die in dieser Szene hart angegangen wird.Foto:Christoph Karl Banski
Warf in Gedern/Nidda nur ein Tor: Eefje Huijsmans, TuS-Spielmacherin, die in dieser Szene hart angegangen wird.Foto:Christoph Karl Banski

Was zunächst nach einer kurzen Schwächephase aussah, entwickelt sich immer mehr zu einer handfesten Krise. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort befinden sich in einem tiefen Leistungsloch, unterlagen bei der HSG Gedern/Nidda auch in der Höhe verdient mit 18:28 (10:10). Das Bittere: Der TuS Lintfort war in Hälfte zwei absolut chancenlos. Die Mannschaft holte somit aus den letzten fünf Begegnungen nur magere 1:9 Punkte.

Die Gäste vom linken Niederrhein kamen schwer in die Partie. Es fehlten die Frische und die nötige Leichtigkeit. Lintfort lag schnell zurück (2:6/11.), kassierte unter anderem einfache Gegenstoßtore. Das Team hechelte sofort Rückständen hinterher (5:9/20.).

Erst in den letzten zehn Minuten vor dem Pausenpfiff wurde der Knoten durchschlagen. Die Gäste nahmen nun endlich Tempo auf, zogen ihre Spielanlage konsequent durch und schlossen sicher ab. Lintfort stellte in kurzer Zeit den Spielverlauf auf den Kopf (9:9/24.). Aber sämtliche positiven Ansätze blieben nach der Halbzeitpause in der Kabine zurück.

Anstatt selbstbewusst aufzutreten, befand sich die Mannschaft im Tiefschlaf. Die HSG Gedern/Nidda zog ohne selbst zu glänzen auf 15:10 (37.) davon. Die TuS-Spielerinnen konnten einfach nicht aufwachen und wurden für ihr kollektives „Nickerchen“ knallhart abgestraft. In der Deckung gab es kein kämpferisches Aufbäumen, die Zuordnungen und die Aggressivität stimmten nicht. Die Hausherrinnen konnten infolge dessen nach Belieben schalten und walten. Nahezu jeder Wurf war auch ein Treffer.

Schwache Offensive

Zu einem Absturz wurden die zweiten 30 Minuten aber nur, weil auch in der Offensive herzlich wenig zusammen lief. Wenn sich eine Mannschaft schon wenig Chancen erspielt und diese Möglichkeiten auch noch sträflich ungenutzt lässt, kommt so ein Resultat zustande. Im TuS-Team gibt es momentan zu wenige Spielerinnen, die in der Lage sind, Verantwortung zu tragen. Leonie Lambertz gelang es diesmal noch am ehesten.

„Es war die wohl schwächste Angriffsleistung in der gesamten Saison“, sagte eine enttäuschte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Schlusspfiff. „Die erste Hälfte war noch einigermaßen in Ordnung. Der Auftritt nach dem Seitenwechsel in beiden Mannschaftsteilen war aber ein richtiger Absturz.“

 

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