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TuS Lintfort mit einem Mix aus Emotionen und Kampfkraft

Ihre Torgefahr aus dem Rückraum ist gefragt: Harma van Kreij, hier beim Wurf, ist im Duell gegen Solingen-Gräfrath gefordert. Stephanie Wojtowicz, ehemalige TuS-Spielerin, (rechts/Fortuna Köln) beobachtet die Szene.Foto:Erwin Pottgiesser
Foto: WAZ FotoPool
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Es dauert bekanntlich seine Zeit bis der Ärger und die Wut nach der vergebenen Chance, den Primus TSG Bretzenheim zu stürzen, vergessen sind.

Die Titelambitionen müssen zurück in die Schublade. Doch den Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort bleibt ehe nichts anderes übrig als die Ärmel aufzukrempeln und sich weiter zu fokussieren. Es gilt künftig das bisher Erreichte – den zweiten Tabellenplatz – zu festigen. Denn: Das nächste spannungsgeladene Duell steht auf dem Programm. Mit dem HSV Solingen-Gräfrath gastiert Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle ein alter Rivale.

Stets eine Menge Zündstoff

In den Begegnungen gegen Solingen steckt stets eine Menge Zündstoff. Emotionen und Kampfkraft geben den Takt an. So auch in der vergangenen Saison: Die Kontrahenten gingen hoch motiviert zu Werke, kämpften ohne Zugeständnisse. Lintfort gewann in Solingen mit 34:33 und trennte sich zu Hause mit 35:35. Dabei gerieten die TuS-Spielerinnen deutlich mit jeweils einem Sieben-Tore-Rückstand (19:26/18:25) ins Hintertreffen. Aber die Aufholjagden begannen – und Solingen wurden letztendlich noch drei Punkte entrissen.

Beim HSV verlief die Saison alles andere als planmäßig. In der Mannschaft steckt zweifelsohne Qualität. Aber mit der Umsetzung klappt es nur bedingt. Der Verein hinkt nach wie vor der eigenen Erwartungshaltung mit 12:10 Punkten hinterher.

Trainer Rene Baude wurde bereits Mitte Oktober von seinen Aufgaben entbunden. Co-Trainer Alexander Müller übernahm die Geschicke. Die Gäste verfügen über den torhungrigsten Angriff der Liga. Angeführt von Kamila Caluzynska, einer Spielgestalterin, die Übersicht und Wurfkraft geschickt vereint. Aber so gut es in der Offensive auch läuft, in der Abwehr klemmt es richtig. Die in der Regel praktizierte 6:0-Formation ist alles andere als sattelfest. Nur der ASC Dortmund hat mehr Gegentore kassiert.

„Man kennt sich ja ewig. Die Rivalität ist groß. Die Partien sind daher immer hart umkämpft“, erklärt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Die Niederlage gegen Mainz-Bretzenheim ist nun abgehakt. Ich erwarte jetzt allerdings von meinen Spielerinnen, dass sie gegen Solingen alles geben und richtig brennen.“ Bettina Grenz-Klein fügt hinzu. „Meine Mannschaft muss sich unbedingt in der Deckungsarbeit schlauer anstellen als noch in den beiden Spielen zuletzt gegen Solingen. Es gilt die Vorgaben und Absprachen besser umzusetzen.“

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