TuS Lintfort kassiert erste Niederlage

Sechs Treffer von Harma van Kreij reichten dem TuS Lintfort am Samstag nicht. Beim 1. FC Köln gab es mit dem 19:22 die erste Saison-Niederlage für das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein. Foto:Christoph Karl Banski
Sechs Treffer von Harma van Kreij reichten dem TuS Lintfort am Samstag nicht. Beim 1. FC Köln gab es mit dem 19:22 die erste Saison-Niederlage für das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein. Foto:Christoph Karl Banski
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Es musste einmal passieren: Nach einer bislang absolut überzeugenden Saison mit fünf souveränen Erfolgen bekam die blütenweiße Weste nun ihre ersten Flecken. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort verloren in einem spannenden und hart umkämpften Spitzenspiel beim 1. FC Köln mit 19:22 (10:12). Für die TuS-Spielerinnen war es der erste Auftritt nach einer vierwöchigen Spielpause.

Für den Gast vom linken Niederrhein begann die Partie äußerst schwierig. Kreisläuferin und Deckungsspezialistin Vanessa Dings, die bislang eine tolle Saison gespielt hat, schied schon nach wenigen Minuten mit einer Knieverletzung aus. Eine Diagnose gab es in der Kürze der Zeit noch nicht. Aber Vanessa Dings konnte nicht weiterspielen. Es war ein Schock, den der TuS Lintfort wegzustecken hatte. Die Mannschaft musste sich fortan neu ausrichten, schnellstmöglich vor allem die nötige kämpferische Einstellung finden.

Sonderbewacherin für van Kreij

Köln erwischte daher die bessere Startphase (5:3). Doch Lintfort reagierte, zeigte Rückgrat, warf drei Tore in Serie zur eigenen 6:5-Führung. In dieser Phase übernahm Harma van Kreij immer wieder die nötige Verantwortung. Sie ging dahin, wo es weh tat, erzielte ganz wichtige Tore. Aber es dauerte nicht mehr lange, bis die niederländische Rückraumspielerin eine Sonderbewacherin zur Seite gestellt bekam (14. Minute).

Der 1. FC Köln erspielte sich leichte Vorteile, behauptete bis zum Pausenpfiff kappe Führungen. Dass es nicht deutlicher wurde, lag an der kämpferischen Hingabe der Gäste-Mannschaft.

Insbesondere Nachwuchskraft Eva Legermann überzeugte auf der für sie ungewohnten „halben“ Deckungsposition. Sie war zudem eine Stütze im Angriff, warf insgesamt vier wichtige Tore.

Das Match gestaltete sich auch in den zweiten 30 Minuten auf Augenhöhe. Der TuS führte letztmals mit 17:16 (46.), ehe sich einige Schwächen offenbarten. Die Konzentration bei den nach wie vor guten Tormöglichkeiten schwand. Zudem wurden in der Folgezeit mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen. Die Spielerinnen suchten selbst den Abschluss, anstatt zu kombinieren oder besser positionierte Mitspielerinnen anzuspielen.

Mehr Alternativen

Köln hatte deutlich mehr Alternativen in der Hinterhand, ließ sich in der Schlussphase die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, agierte entschlossener, verteidigte seinen Vorsprung über die Zeit.

„Es war das erwartet enge Spiel“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite, haben aber auch in Summe zu viele Chancen liegen gelassen.“

 
 

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