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TuS Lintfort fehlt beim 29:29 die nötige Konstanz

Warf fünf Tore gegen den HSV Solingen-Gräfrath: TuS-Rückraumspielerin Prudence Kinlend (rechts).Foto:Christoph Karl Banski
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Es war eine komische Stimmung nach dem Schlusspfiff bei den Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gegen den alten Rivalen HSV Solingen-Gräfrath.

Mit einem 29:29 (17:16) mussten sich die Gastgeberinnen begnügen. Obwohl: Der TuS war über einen ganz langen Zeitraum das „gefühlt“ bessere Team.

Der TuS Lintfort begann gewohnt motiviert. Die defensiv ausgerichtete Deckung sprühte nur so vor Tatendrang. Aber das Engagement hatte auch einen Funken von Übermotivation. Diese Einstellung übertrug sich auf die Offensive. Oft wurde der Abschluss schnell und überhastet gesucht. Der TuS Lintfort hatte dennoch gegenüber seinem Konkurrenten ein klares Übergewicht (9:6/16).

Ein krasses TuS-Defizit

Weshalb die Gäste aber dran blieben, hatte einen einfachen Grund. Nicht die eigenen Stärken gaben den Ausschlag, sondern ein krasses TuS-Defizit. Beide Torhüterinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag. Marie Groetelaers musste in der 17. Minute raus. Aber auch Laura Graef präsentierte sich glücklos, so dass es einen erneuten Wechsel gab (23.).

Der HSV Solingen-Gräfrath glich dann zum 12:12 (23) aus – oft waren es überraschende Schlagwürfe oder gute Anspiele an die Kreisläuferin, die zum Erfolg führten. Beim TuS Lintfort überzeugte hingegen Harma van Kreij. Die junge Holländerin präsentierte sich antrittsschnell und vor allem wurfstark. Von ihr ging eine stete Gefahr aus.

In den zweiten 30 Minuten überwog eindeutig der Kampf. Die spielerische Klasse trat dabei in den Hintergrund. Lintfort war um seine spielerische Linie bemüht. Mal klappte es besser, mal weniger gut.

Neben den kämpferischen Tugenden gesellte sich in der Schlussviertelstunde immer mehr die Hektik hinzu. Dem TuS-Spiel fehlte die Entschlossenheit, der Zug zum Tor. Die Gäste führten sogar noch mit 29:28, ehe Yvonne Fillgert mit ihrem insgesamt dritten Tor zum 29:29-Endstand traf.

„Nach dem Spielverlauf ist das Ergebnis wohl gerecht“, erklärte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Unsere Torwartspiel war diesmal unterirdisch. Aber in vielen Phasen fehlte den jungen Spielerinnen auch die nötige Unterstützung von der Abwehr. In der Schlussphase fehlte mir klar die Entschlossenheit im Angriff, vor allem im individuellen Bereich.“

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