TuS Lintfort erobert die Tabellenführung

Augen zu und durch: Lintforts Angelika Bensch (Bildmitte) warf gegen Recklinghausen zwei Tore.Foto:Christoph Karl Banski
Augen zu und durch: Lintforts Angelika Bensch (Bildmitte) warf gegen Recklinghausen zwei Tore.Foto:Christoph Karl Banski

Der TuS Lintfort marschiert weiterhin zielorientiert in der Erfolgsspur. Es läuft einfach: Sieg Nummer vier wurde eingetütet – die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort schlugen daheim den schwachen PSV Recklinghausen auch in der Höhe verdient mit 30:19 (14:12).

Das Niveau während der ersten 30 Minuten erhielt so gerade eine durchschnittliche Note. Die TuS-Spielerinnen taten sich unglaublich schwer, ein schlagkräftiges Gebilde in der Defensive zu stellen. Es fehlten der Zusammenhalt, die Absprachen und vor allem die Aggressivität. Und dies gegen einen Gegner, dessen Spielanlage wirklich nicht schwer zu lesen war. Alles, was Recklinghausen anbot, war „hausbacken“. Dem TuS Lintfort fehlte auch in der Offensive die Initialzündung. So gab es zwar schöne Tore, aber ebenso viele technische Patzer oder unplatzierte Würfe zu sehen. Die Partie gestaltete sich daher recht ausgeglichen (5:5/9:7).

Einfache Gründe

Allerdings ging die Leistungsschere in Durchgang zwei meilenweit auseinander. Und dies hatte zwei einfache Gründe: Der TuS Lintfort steigerte sein Engagement deutlich, bot nun endlich stabilen Handball an. Der PSV Recklinghausen hingegen brach völlig zusammen, wirkte in vielen Phasen überfordert und konzeptlos.

Die Gastgeberinnen schalteten vor allem in der Defensivarbeit einige Gänge hoch. Die Zweikämpfe wurden nun beherzt angenommen und gewonnen. Aus der Abwehr wurde das Tempo sichtlich forciert, die sich bietenden Torchancen konsequent genutzt. Die TuS-Spielerinnen setzten sich ohne große Mühen ab, durften in der 48. Minute die erste Zehn-Tore-Führung (26:16) bejubeln.

Recklinghausen – zwar mit einem Koffer personeller Sorgen angereist – hatte weder das nötige Personal noch die taktischen Mittel, um dem Spiel überhaupt noch entscheidende Impulse zu geben.

In den Schlussminuten ließen es die TuS-Spielerinnen dann gemütlich ausklingen – es gab einige personelle Wechsel. Unterm Strich war es eine nur mittelmäßige Partie, in der Lintfort jedoch stets alles unter Kontrolle hatte. Und zu meckern gibt es in Anbetracht der aktuellen Situation sowieso nichts. Vier Spiele, vier Siege – diese Bilanz bedeutet Tabellenführung.

„Wir haben in den 20 Minuten nach dem Seitenwechsel richtig gut gespielt“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Nur in dieser Phase ist es meiner Mannschaft gelungen, eine stabile Deckung zu erreichen und im Angriff technisch sauberen Handball anzubieten. Der Sieg gegen Recklinghausen ist letztlich hoch verdient.“

 
 

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