TuS Lintfort behält auch im Spitzenspiel die weiße Weste

Die Lintforterinnen zeigten ein tolles Spiel. Hier zieht Vanessa Dings ab, warf allein sechs Tore.Foto:Christoph Karl Banski
Die Lintforterinnen zeigten ein tolles Spiel. Hier zieht Vanessa Dings ab, warf allein sechs Tore.Foto:Christoph Karl Banski
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Der TuS Lintfort trägt weiterhin seine weiße Weste. Die Drittliga-Handballerinnen ließen auch am vierten Spieltag nichts anbrennen.

Lintfort gewann das Spitzenspiel bei der HSG Kleenheim auch in der Höhe verdient mit 27:20 (14:10). In dieser intensiven Partie wurde von Beginn an mit harten Bandagen gekämpft. Beide Teams schenkten sich nichts.

Lintfort fand recht schnell seinen Rhythmus. Die Mannschaft agierte im Angriff schlau, verschleppte gegen die offensive HSG-Deckung geschickt das Tempo, wartete auf gute Tormöglichkeiten. Und die TuS-Spielerinnen ließen sich dann nicht zweimal bitten – nutzten die Chancen konsequent. Insbesondere Harma van Kreij bewies Rückgrat, ging unermüdlich dahin, wo es weh tat, erzielte selbst Tore und setzte die hoch effektiv spielende Kreisläuferin Vanessa Dings oft in Szene.

Starker Eindruck

Die Gäste vom linken Niederrhein hinterließen einen starken Eindruck, enteilten bis zur 20. Minute auf 11:6. Ein weiterer positiver Aspekt war die Defensive, die gewohnt aggressiv und gut „aufgeräumt“ agierte. Lintfort musste sich allerdings in der Schlussphase des ersten Durchgangs ein wenig neu ausrichten: Kleenheim löste die 3:3-Abwehr auf und stellte auf eine 6:0-Variante um. Die TuS-Spielerinnen benötigten etwas Zeit, um ihr Spielsystem anzupassen.

Lintfort startete in Hälfte zwei ziemlich schläfrig. Das Team verspielte in nur sechs Minuten den schönen Vorsprung – Kleenheim verkürzte bis auf 13:14.

Doch die TuS-Truppe hatte in dieser hitzigen Phase Glück, nie in Rückstand zu geraten. Die Gäste knieten sich wieder richtig rein. Vor allem die kämpferischen Tugenden stachen besonders in der Defensive. Selbstbewusstsein und Sicherheiten kehrten somit zurück. Und so fiel auch im Angriff das Torewerfen wieder leichter.

Lintfort hatten es nun endlich verstanden, dass gegen den defensiv praktizierten HSG-Abwehrriegel Würfe aus der zweiten Reihe ein sehr probates Mittel sind.

Der Gast legte sich nun in gekonnter Manier ein sicheres Torepolster zu. Weshalb es gegen eine nie aufgebende Kleenheimer Mannschaft vom Ergebnis noch so deutlich wurde, lag auch an Nicole Hillig. Die TuS-Torfrau, erst in der 51. Minute gekommen, vereitelte gleich zahlreiche HSG-Großchancen.

„Es war in einem körperlich anstrengenden Spiel gegen diesen starken Gegner nun wirklich nicht einfach zu gewinnen“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir haben erneut wieder vieles richtig gemacht.“

 

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