Tim Schüttrigkeit verteidigt seinen Titel

Fynn Reinders (vorn) wurde bei den Schülern U 12 Zweiter hinter Ole Kruse. Foto:Ostermann, Olaf (oo)
Fynn Reinders (vorn) wurde bei den Schülern U 12 Zweiter hinter Ole Kruse. Foto:Ostermann, Olaf (oo)

Xanten..  Es war für den Abonnement-Sieger wohl nicht viel mehr als eine etwas intensivere Trainingseinheit. Unmittelbar nach dem Zieleinlauf im Hauptrennen des 22. Internationalen Enni-Citylaufs über 10 Kilometer in Xanten wirkte der Moerser Tim Schüttrigkeit (Laufsport Bunert Kleve) nicht etwa müde oder ausgepumpt. Schweißtropfen waren auf seiner Stirn ebenfalls nicht auszumachen. Er plauderte entspannt über seine Pläne in den nächsten Monaten: „Ich starte jetzt mit der Vorbereitung auf die nächste Saison. Mitte Februar möchte ich den Halbmarathon in Barcelona laufen.“ Bemerkenswert, was dieser 19-jährige Ausnahmeathlet trotz seiner langwierigen Verletzung Mitte der laufenden Saison körperlich drauf hat.

39 Sekunden Vorsprung

Dann lobte er die besondere Atmosphäre der Veranstaltung, die vom TuS Xanten in Person von Adelheid Gehrmann und ihrem Team einmal mehr in famoser Art und Weise organisiert worden war: „Es ist einfach ein geiles Rennen. Fast überall sind Zuschauer an der Strecke, die einen weiter tragen“, sagte der Titelverteidiger, der im vergangenen Jahr die 5-km- sowie die 10-km-Strecke als Sieger beendet hatte. Sein Vorsprung vor dem Führenden der diesjährigen Enni-Laufserie, Marc-André Ocklenburg (Ayyo Team), betrug gestern in der Abenddämmerung auf dem Xantener Marktplatz erstaunliche 39 Sekunden.

Die Rheinbergerin Sabrina Noch gewann in der Frauenwertung ebenfalls die Enni-Laufserie über alle vier Veranstaltungen in Moers, Neukirchen-Vluyn, Sonsbeck und Xanten. Gestern Abend wurde sie in 44:08 Minuten Fünfte. „Morgen früh laufe ich einen Crosslauf mit meinem Hund in Uedem. Da möchte ich nicht völlig erschöpft anreisen“, sagte sie. Ihre Hauptdisziplin ist der Hundesport, den sie mit ihrem neunjährigen Rüden Cooper, einem Australian Shepherd, ausübt. Quasi nebenbei absolviert sie recht erfolgreich Straßenläufe. Auch sie hatte ein dickes Kompliment für den TuS Xanten und den Citylauf übrig: „In den teilweise engen Passagen muss man aufpassen, dass man nicht mit den vielen Zuschauern kollidiert, die hier jeden Starter bejubeln. Das ist ein tolles Erlebnis.“ Vor ihr kamen Melina Buil (SV Sonsbeck), Carina Fierek (TuS Xanten), Franziska Hinte (Moerser TV und die Aachenerin Lucia Lauxmann ins Ziel – alle exakt gestoppt von taf-Timing, dem professionell arbeitenden Zeitnehmerteam um Alfons Awater.

Organisationsleiterin Adelheid Gehrmann fiel es schwer, die große Zahl der Menschen in der Innenstadt zu zählen: „Das war ein Citylauf der Rekorde, möglicherweise haben wir 10 000 Leute aktiviert, her zu kommen.“ Am Vorabend und am Morgen hatte sie die Kindergärten und Schulen mit Startnummern versorgt. Damit war die Meldestelle am Abend nicht so massiv umlagert wie früher üblich. Fast 1400 Meldungen waren eingegangen, rund 300 Nachmeldungen wurden registriert. Alles lief wie am Schnürchen. Alfons Awater hatte eine treffende Bemerkung parat: „Läuft!“

 
 

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