Thomas Ritte ist zweifacher deutscher Seniorenmeister

Familie Ritte im Gold-Fieber: (von links) Wolfgang, Ute, Sabrina und Dr. Thomas Ritte freuen sich über ihre insgesamt fünf Meistertitel.
Familie Ritte im Gold-Fieber: (von links) Wolfgang, Ute, Sabrina und Dr. Thomas Ritte freuen sich über ihre insgesamt fünf Meistertitel.

Für den Moerser Stabhochspringer Thomas Ritte verlief die Saison bisher ausgezeichnet. Kontinuierlich konnte er sich in seiner Spezialdisziplin in den vergangenen Wochen steigern. So siegte der Arzt aus dem St. Josef Krankenhaus Ende Juni bei den NRW Seniorenmeisterschaften in Oberhausen überlegen mit einer Höhe von 4,81 m und konnte nur eine Woche später diese Saisonbestleistung in Wipperfürth um weitere 4 cm auf 4,85 m steigern.

Sommergrippe

Kurz vor den deutschen Seniorenmeisterschaften im sächsischen Zittau warf eine Sommergrippe jedoch seinen Trainingsplan völlig durcheinander. Trotzdem entschied er sich, in Zittau seine Titel aus dem vergangenen Jahr im 110 m Hürdenlauf, im Weitsprung und in seiner Spezialdisziplin zu verteidigen.

Im „Hürdenwald“ zeigte sich jedoch, dass er noch nicht wieder ganz fit ist. Im Finale konnte er sich trotzdem in 15,93 Sekunden die Silbermedaille sichern.

Spannend verlief auch das Finale im Weitsprung. Sven Weingärtner aus Bremen erwischte im dritten Versuch mit 1,6 m Rückenwind ideale Bedingungen, landete bei 6,32 m und zog damit an dem bis dahin mit 6,31 m führenden Ritte vorbei. Der Moerser konterte allerdings im 4. und 6. Versuch mit 6,36 m und 6,37 m und sicherte sich damit den ersten deutschen Meistertitel in Zittau.

Titel zwei war für den 36jährigen eher eine Formsache. Im Stabhochsprung überquerte er seine Anfangshöhe von 4,40 m auf Anhieb und stand damit bereits als klarer Sieger fest. Nach übersprungenen 4,70 m versuchte er noch dreimal vergeblich seine Jahresbestleistung um weitere 5 cm auf 4,90 m zu steigern.

Die Freude über die drei Medaillen wurde noch gesteigert, als sich seine Frau, Sabrina Ritte (W35), in der Stabhochsprungkonkurrenz der Damen klar durchsetzte. Sabrina übersprang von 2,70 m bis 3,10 m alle Höhen im ersten Versuch und konnte schließlich im dritten Versuch mit 3,20 m auch eine neue Jahresbestleistung aufstellen.

Unglücklich verlief dagegen die Titelkämpfe für Wolfgang Ritte. Zwar konnte der 62jährige den 100 m Hürdensprint noch überlegen in guten 15,74 Sekunden gewinnen, doch nur wenig später zog er sich beim Aufwärmen für das Weitsprungfinale eine Muskelverletzung zu. Seine Enttäuschung war jedoch schnell vergessen, als er am folgenden Tag den Sieg seiner Frau Ute (W60) im Stabhochsprung feiern konnte. Sie siegte mit 2,50 m und verteidigte damit ihren Titel.

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