Starke Ironman-Vorstellung von Uwe Röpstorf in Mexiko

Uwe Röpstorf (links) bei der Altersklassen-Siegerehrung beim Ironman auf Cozumel.
Uwe Röpstorf (links) bei der Altersklassen-Siegerehrung beim Ironman auf Cozumel.

Noch vor einem Monat war der Moerser Uwe Röpstorf bei seinem Testwettkampf auf Lanzarote skeptisch, ob er nach seiner einjährigen Pause wegen einem Achillessehnenteilabriss die Ironmandistanz wieder vernünftig absolvieren kann.

Es ging immerhin über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum abschließenden Marathon

Zumal er sich gut eine Woche vor dem folgenden Ironman eine Entzündung des Iliosakralgelenkes – Kreuz-Darmbein-Gelenk – zugezogen hatte und dies einen Start eigentlich nicht zugelassen hat.

Nun hatte Röpstorf dennoch jetzt beim Ironman auf der mexikanischen Insel Cozumel sein Comeback gegeben. Und er kehrte mit einem überzeugenden Ergebnis nach Deutschland zurück.

Cozumel ist vor allem durch schöne Strände und traumhafte Tauchgebiete weltbekannt. Doch bereits seit 2009 wird dort erfolgreich der mexikanische Ironman ausgetragen, der dieses Mal aber nicht unter einem guten Stern zu stehen schien. Schon vor dem eigentlichen Wettkampf mussten die Testschwimmen im Meer wegen der Windverhältnisse abgesagt werden.

Widrige Bedingungen

Aufgrund der widrigen Bedingungen mit extremen Winden und dadurch starkem Wellengang musste die Schwimmstrecke von den Verantwortlichen auf 3,1 Kilometer gekürzt werden und die über 2500 Starter durften auch nur mit der Strömung schwimmen. So kamen extrem schnelle und nicht zu vergleichende Schwimmzeiten zustande. Uwe Röpstorf konnte so in unter 41 Minuten das Schwimmen beenden.

Das Radfahren wurde auch durch den extremen Wind bestimmt. Die dreimal zu fahrende 60 Kilometer-Runde zeigte dann, wer auf den ersten beiden Runden bereits zu viel Körner verschossen hatte. Der Moerser kam gut durch und stieg nach 4:55 Stunden vom Rad.

Auf der nur an der Küste entlang führenden Laufstrecke bekam er sofort Krämpfe in beiden Adduktoren und zweifelte daran, den Marathon beenden zu können. Er fand aber in einen relativ konstanten Laufrhythmus, ohne aber an seine gewollte Laufleistung heranzukommen.

Nach 3:20 Stunden war der Marathon geschafft, das eine Gesamtzeit von 9:01 Stunden und Platz 38 in der Gesamtwertung bedeutete. In seiner Altersklasse 50 bis 55 Jahre hatte er bis eine Meile vor dem Ziel geführt, konnte aber den Angriff des Amerikaners nicht abwehren und wurde somit Zweiter seiner Altersklasse, womit er sich allerdings direkt für die Weltmeisterschaft über die Langdistanz auf Hawaii qualifiziert hat.

 
 

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