Sonsbecker Aufholjagd schon wieder gestoppt

Felix Terlinden (vorne) erzielte gestern das zwischenzeitliche 2:1 dür den SV Sonsbeck.
Felix Terlinden (vorne) erzielte gestern das zwischenzeitliche 2:1 dür den SV Sonsbeck.
Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Seine Premiere im Oberliga-Team des SV Sonsbeck hatte sich Jonas Grüntjens anders vorgestellt.

Der 18-jährige Schlussmann aus der A-Jugend, der gestern zwischen den Pfosten stand, weil Stammkeeper Ahmet Taner privat verhindert war und sein Vertreter Michael Burda immer noch verletzt ist, wollte seinen Teil dazu beitragen, dass die Rot-Weißen in der Heimbegegnung gegen den SC Kapellen-Erft weitere Punkte für den Klassenerhalt holen.

Daraus wurde nichts. Der SVS unterlag mit 2:4 (2:1), wobei Grüntjens bei allen Gegentreffern machtlos war. Dennoch ließ sich der Youngster nach dem Schlusspfiff enttäuscht auf dem Rasen fallen. „Mittwoch nach dem Sieg in Bocholt waren wir überglücklich, jetzt sind wir zu Tode betrübt“, fasste SVS-Trainer Thomas Geist die Stimmung zusammen.

„Gegner zu Toren eingeladen“

Seine Mannschaft verpasste es, Kapellen-Erft mit in den Abstiegssumpf zu ziehen. Zudem weist das Team von SW Essen, das auf dem ersten Nichtsabstiegsplatz steht, nun wieder drei Punkte Vorsprung auf den SVS auf. „Wir haben den Gegner zu Toren eingeladen und gerade in der zweiten Hälfte nicht gut gestanden“, resümierte Geist, der sich maßlos über den verschossen Strafstoß kurz vor dem Ende ärgerte. Hätte Bastian Grütter den Elfmeter beim Stand von 2:3 verwandelt (86.), hätte die Partie wohl unentschieden geendet. Für Grütter persönlich war’s ein Spiel mit Höhen und Tiefen.

Der defensive Mittelfeldakteur ermöglichte zunächst mit einem unglücklichen Eigentor das frühe 1:0 für die Gäste (4.). 32 Minuten später bereitete er mit einem Zuckerpass in die Schnittstelle der SC-Abwehr das 2:1 für Sonsbeck durch Felix Terlinden vor. Dass der Sonntag für ihn vollends gelaufen war, lag auch daran, dass Stephan Schneider als erster Sonsbecker Strafstoßschütze in der Schlussphase nicht schießen wollte, und Grütter Verantwortung übernahm. Doch tauchte eben Keeper David Platen in die richtige Ecke ab. Ein Kontertor durch Robert Wilschrey brachte schließlich die Entscheidung (89.).

In der ersten Hälfte lief zwar nicht alles nach Plan für die Hausherren, aber der SVS konnte eine Pausen-Führung erzielen. Der Ausgleich fiel nach einer Ecke. Fabian Wenten verlängerte in die Mitte des Strafraums, wo Robin Schoofs, der mit Lukas Vengels sowie Michael Müller die Dreierkette bildete, richtig stand und vollstreckte (36.).

Die Geist-Elf kombinierte, setzte Kapellen-Erft unter Druck. Belohnt wurden die Gastgeber mit dem 2:1 (36.). Doch nach der Pause ließen sie sich den Schneid abkaufen. Zu oft ging die Ordnung verloren. Kapellen-Erft hatte zu viele Freiräume. Spielerisch lief fast nichts mehr zusammen. So fielen die Gegentore durch Emrah Cavdar (69.), Benjamin Schmitz (80.) und eben Wilschrey. Sieben Partien hat der SVS nun noch Zeit, um vier Mannschaften hinter sich zu lassen.

SVS: Grüntjens, Vengels, Schneider, Terlinden, Tißen (79. Hahn), Hitzek, Müller, Grütter, Wenten (88. Kürten), Schoofs, Mehinovic (64. Gerritzen).

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