Schwerer Job für Thomas Geist beim SV Neukirchen

Co-Trainer Robert Zester (links) machte sich stark für Thomas Geist. Rechts: SV-Neukirchen-Geschäftsführer Reinhard Oster.
Co-Trainer Robert Zester (links) machte sich stark für Thomas Geist. Rechts: SV-Neukirchen-Geschäftsführer Reinhard Oster.
Foto: NRZ

Neukirchen-Vluyn.. Thomas Geist tritt beim Landesligisten SV Neukirchen die Nachfolge des plötzlich verstorbenen Trainers Achim Veit an. Seine erste Trainerstation waren die B-Junioren beim SVN, die ersten Senioren trainierte er bei Preußen Vluyn.

Die Entscheidung hat er sich nicht leicht gemacht. Am Ende stand aber für Thomas Geist fest, dass er dem Fußball-Landesliga-Aufstieger SV Neukirchen in der schweren Situation nach dem plötzlichen und für alle unfassbaren Tod von Trainer und SVN-Abteilungsleiter Achim Veit helfen kann. Veit wurde nur 44 Jahre alt, starb am 7. September in der Türkei (wir berichteten).

Die SVN-Verantwortlichen um Fußball-Obmann Christian Danek und Sandro Bartolucci, dem stellvertretenden Geschäftsführer, mussten handeln.

In den lang gebuchten Urlaub

Beide wurden trotz ihrer unendlichen Trauer um ihren guten Freund Achim Veit aktiv und kümmerten sich um die Trainer-Nachfolge. Zumal mit Robert Zester, Co-Trainer beim SVN, am Montag seinen bereits lange gebuchten Urlaub antreten wird.

Geschäftsführer Reinhard Oster lag Anfang des Monats wegen einer Hüft-Operation selber noch im Krankenhaus, konnte folglich gar nichts ausrichten.

Die Mannschaft, die Donnerstag geschlossen das Grab von Achim Veit auf dem Schwafheimer Friedhof besucht hat, um dort von ihrem Trainer und Freund Abschied zu nehmen, hatte sehr darum gebeten, die Nachricht über die Trainer-Nachfolge so lange zurückzuhalten, bis Achim Veit im engsten Kreis seiner Familie beerdigt wurde. Diesem Wunsch kamen Danek und Bartolucci nach. Auch Geist hatte hatte das von den Verantwortlichen gefordert.

Robert Zester machte sich stark für Thomas Geist

Thomas Geist hat selber in der Jugend beim SV Neukirchen gespielt. Seine erste Trainerstation waren die B-Junioren beim SVN, die ersten Senioren trainierte er bei Preußen Vluyn. Geist damals die Erste, Robert Zester die Zweite von Vluyn. Und die Zusammenarbeit der beiden klappte gut. Deshalb hatte sich Robert Zester auch jetzt stark für Thomas Geist gemacht.

In der Mannschaft sowie weit über die Grenzen des Fußballkreises Moers hinaus genießt Geist ein hohes Ansehen. Er hat sowohl beim VfB Homberg wie auch beim SV Sonsbeck die Grundlagen dafür gelegt, dass die Teams aus der Landesliga aufgestiegen sind. Im vergangenen Jahr hat er Sonsbeck frühzeitig verlassen um den bosnischen, abstiegsbedrohten Erstligisten FK Laktasi zu übernehmen. Trotz überragender Rückrunde – am Ende war Laktasi sportlich gerettet, bekam aber keine Lizenz.

Das Team hat emotional diskutiert

Die Mannschaft zeigte sich verständlicherweise traurig, befremdlich bis wütend darüber, dass sich die SVN-Verantwortlichen so zeitig um eine Lösung nach dem Schicksalsschlag bemüht haben. Das Team hat emotional diskutiert, kam am Ende schließlich zu der Einsicht, dass „Thomas Geist für uns momentan die beste Lösung ist“, so Spieler Sebastian Oster.

Geist hat nun den schweren Job, die Mannschaft wieder aufzurichten und zu motivieren. Dabei ist eines aber sicher: Das Team wird alles versuchen, um trotz der schwierigen Situation den sofortigen Abstieg aus der Landesliga zu verhindern. Immerhin hat Achim Veit mit seiner Mannschaft den Aufstieg erst im dritten Anlauf geschafft. Nach zwei Vizemeisterschaften in der Bezirksliga.

 
 

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