Reinders: Perspektivwechsel nach elf Jahren

Startszene am Strandbad der Xantener Südsee zum Hauptrennen über die Olympische Distanz. Sogar die Sonne ließ sich pünktlich blicken. Foto:Fischer, Armin (arfi)
Startszene am Strandbad der Xantener Südsee zum Hauptrennen über die Olympische Distanz. Sogar die Sonne ließ sich pünktlich blicken. Foto:Fischer, Armin (arfi)

Nur noch wenige Läufer waren gestern auf der Strecke, als Ringo Haupt und Yves Reinders, zwei der organisatorisch stark eingebundenen Männer des TuS Xanten, bereits eine vorsichtige Bilanz zum 31. Nibelungen-Triathlon zogen. „Wir sind unter dem Strich sehr zufrieden“, sagte Abteilungsleiter Haupt. Reinders hob als Sportlicher Leiter die Rahmenbedingungen hervor: „Heute war ich auch als Aktiver nach elf Jahren mal wieder am Start. Das ist eine vollkommen andere Perspektive. Es waren nahezu perfekte Bedingungen.“

Duisburger Sven Wies siegt

Zustimmen dürften den Beiden naturgemäß auch die besonders erfolgreichen Finisher, wenngleich die Spitzenzeiten gegenüber dem Vorjahr etwas zurückblieben. Bei den Männern gewann die Olympische Distanz – 1500 m Schwimmen, 42 km Radfahren und 10 km Laufen – Sven Wies (Duisburg), der 2:05,31 Stunden benötigte, vor Uwe Röpstorf (2:08,48/Team Erdinger) und Timo Schaffeld (2:11,04/OTV Endurance Team). Schnellste Frau war Steffie Alscher (2:36:40/TV Witzhelden) vor Chantal Gobrecht (2:39:24/TuS Breitscheid) und Meike Woger (2:40:18/SV BW Bochum).

Über die Draxi-Distanz – 500 m Schwimmen, 17 km Radfahren, 5 km Laufen – hatte Jörg Wittag (Team Roseversand) in 53:27 Minuten die Nase fünf Sekunden vor Thomas Seelen (Reeser SC Triathlon) knapp vorn. Dritter wurde Klaus Nissing (Tri Fun Kleve), der 53:52 Minuten brauchte. Schnellste Frau war die erst 16-jährige Lena Neuburg aus Erftstadt. Sie absolvierte die komplette Distanz in 56:36 Minuten und blieb damit fast zweieinhalb Minuten vor der Zweitplatzierten Meggie Schneider (59:01/TV Lemgo). Den Bronzerang sicherte sich Sabine Schön (1:00:07/TV Gladbeck).

Reinders zog ein weiteres Fazit zum Abschneiden der Verbandsliga-Mannschaft seines Vereins: „Wir hatten leider Pech, dass sich Georg Thüs beim Ausstieg aus dem Wasser am Finger verletzt hat. Das hat ihn mindestens zehn Plätze gekostet. Damit ist unser Team in der Endabrechnung auf Platz vier gelandet. Wir sind mit diesem Ergebnis dennoch zufrieden, auch wenn es nicht zum Aufstieg in die Regionalliga gereicht hat.“

Die Regionalliga-Konkurrenz entschied das Team FS Düsseldorf I vor dem TRC Essen 84 II und dem PSV Brühl für sich. Im Rahmen der Ligenwettkämpfe, bei denen alle vier Starter gewertet werden, wurde auch die schnellste Zeit des Tages gestoppt: Alexander Janitzki vom Verbandsliga-Team des Bocholter WSV II benötigte für die Olympische Distanz 2:01:49 Stunden.

Leichte Modifikationen hatten Ringo Haupt und das Orga-Team des TuS Xanten vorgenommen. So gab es im vergangenen Jahr noch Kritik am Gedränge beim Start. Außerdem hatte eine angemietete Kuhwiese den einen oder anderen Fladen aufgewiesen, was einige Besucher tags darauf zum Ansteuern einer Waschstraße für ihren PKW veranlasst hatte. „Derartige Stimmen haben wir heute noch nicht zu hören bekommen. Das Entzerren des Startgedränges mit zeitlichen Abständen hat prima funktioniert. Wir lernen eben auch noch bei der 31. Auflage unseres Nibelungen-Triathlons dazu“, schmunzelte Haupt.

 
 

EURE FAVORITEN