Moerser SC startet in die Regionalliga

Das grunderneuerte Volleyball Regionalliga-Team des Moerser SC, wie hier Sebastian Blum,will kämpfen.Foto:JS
Das grunderneuerte Volleyball Regionalliga-Team des Moerser SC, wie hier Sebastian Blum,will kämpfen.Foto:JS

Fast 30 Jahre spielte der Moerser SC mit seinen „Adlern“ in der Bundesliga, holte die Deutsche Meisterschaft, mehrere Deutsche Pokale, einen Europapokal und spielte mehrfach vor 10.000 Zuschauern im Pokalfinale im Gerry Weber Stadion in Halle.

Vorbei! Nach dem Rückzug aus der Bundesliga steht nun die Regionalliga an.

Die Regionalliga ist die höchste Spielklasse im Westdeutschen Volleyballverband. Unter der Regionalliga befindet sich die Oberliga und wenn sich die völlig neu formierte MSC-Mannschaft nicht fürchterlich anstrengt, könnte nach der kommenden Saison die Reise durchaus nach unten gehen.

Neues Betätigungsfeld

In der Regionalliga starten beim MSC nach dem Abgang aller Asse fast nur junge Spieler - die meisten aus dem eigenen Nachwuchs des Moerser SC. Nur Tim Elsner ist geblieben. Als Trainer der 1. Damenmannschaft hat er ein neues Betätigungsfeld gefunden, das seinen dauernden Einsatz beim Regionalligateam aber infrage stellt.

Somit hat das Trainerteam Chang Cheng Liu/Klaus Schmidt-Kotte eine blutjunge Mannschaft zur Verfügung, die in der kommenden Saison in der Regionalliga ums Überleben kämpfen muss. „Aber“, so Klaus Schmidt-Kotte, „eine durchaus reizvolle Aufgabe mit Abenteuer-Charakter. Wir haben zwar eine junge Mannschaft, die aber hochmotiviert ist und bereit ist zu lernen. Wir haben keine Angst.“

Zwei „alte Hasen“ sind bislang im Team: Sebastian Blum, der in der Saison 2006/07 schon einmal beim MSC spielte und sogar im Aufgebot für das Pokalfinale 2007 in Halle zugegen war. Danach wechselte Blum zum Rumelner TV. Auch Christian Jung, ebenfalls vom RTV gekommen, zählt zu den erfahrenen Spielern. Alle anderen Spieler sind so „um die 20 oder jünger“.

Ein weiterer, aber sehr junger „alter Hase“ ist Zuspieler Pascal Peters. Peters stammt aus der ersten Generation des MSC Grundschulprojektes, hat jede Menge NRW Meisterschaften sowie zwei Deutsche Meisterschaften absolviert und in der letzten Saison beim TV in der 2. Liga ausgeholfen.

Es gibt nicht wenige Beobachter, die in Anbetracht der Lage von einer „mission impossible“ sprechen. Co-Trainer Schmidt-Kotte, aber auch Cheftrainer Chang Cheng Liu, der aus alter Verbundenheit zum MSC aushilft, wollen sich damit nicht befassen. Schmidt-Kotte: „Die Mannschaft arbeitet sehr hart, wir werden eine schwierige Hinrunde haben – aber die Arbeit wird hoffentlich in der Rückrunde erste Früchte tragen.“

Wuppertal ist erster Absteiger

Schließlich gibt es für das Regionalliga-Team noch eine schlechte und eine gute Nachricht. Die gute: Wuppertal hat seine Mannschaft in der Regionalliga zurückgezogen und ist erster Absteiger. So braucht der MSC nur noch eine Mannschaft hinter sich zu lassen um selbst dem Abstieg zu entgehen.

Die schlechte Nachricht: Derzeit sind nur sieben Spieler fest für die Regionalliga nominiert. So wird Moers zwischendurch auf Spieler aus dem Verbandsligakader zurückgreifen müssen, der aber selbst auch nur knapp bestückt ist.

Gleich am ersten Spieltag am kommenden Sonntag um 16 Uhr im Enni Sportpark wartet der erste schwere Brocken auf die neuen Adler. Es kommt die Mannschaft vom Postsportverein Telekom Bielefeld, ein ganz erfahrenes Team, das schon einige Jahre in der Regionalliga spielt.

 
 

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