Moerser SC spielt in der 2. Liga

Uwe Zak
Zwei, die wahrscheinlich bleiben und zwei, die wohl gehen. Der Mexikaner Pedro Rangel (rechts) wird nicht zu halten sein. Mit dem Abschied von Trainer Chang Cheng Liu (2. von rechts) geht eine Ära des Moerser Volleyballs zu Ende. Co-Trainer Michael Kohne (2. von links) wird ab der neuen Spielzeit dessen Job übernehmen. Und Libero Oscar Rodriguez (links) wird den Adlern möglicherweise auch in der zweiten Liga treu bleiben.Foto:Ute Gabriel
Zwei, die wahrscheinlich bleiben und zwei, die wohl gehen. Der Mexikaner Pedro Rangel (rechts) wird nicht zu halten sein. Mit dem Abschied von Trainer Chang Cheng Liu (2. von rechts) geht eine Ära des Moerser Volleyballs zu Ende. Co-Trainer Michael Kohne (2. von links) wird ab der neuen Spielzeit dessen Job übernehmen. Und Libero Oscar Rodriguez (links) wird den Adlern möglicherweise auch in der zweiten Liga treu bleiben.Foto:Ute Gabriel
Foto: WAZ FotoPool

„Ich habe Klaus-Peter Jung, dem Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga, mitgeteilt, dass wir einen Antrag für die Lizenz zur zweiten Bundesliga stellen werden“, nahm Günter Krivec gestern kein Blatt vor dem Mund.

Damit beendete Krivec als Vorstandsvorsitzende des Moerser SC gleichzeitig sämtliche Spekulationen um die Zukunft des Volleyball-Bundesligisten. Zumindest die für die kommende Saison. Und damit beendet er auch seine Rechenspielchen, die den Vereinsboss in den vergangenen Tagen schon über gebühr in Anspruch genommen hatten.

Hintergrund dieser aktuellen Entscheidung ist unter anderem der neuerliche Erfolg der U20-Mannschaft (siehe unten). Dieses Team soll das Gerüst des kommenden Zweitligisten bilden. Pascal Peters, Lukas Schattenberg, Tobias Walter und Frederik Mingers gehören dann sicherlich zum Team. Dazu kämen aus der derzeit ersten Mannschaft Moritz Müller und wahrscheinlich noch Tom Weber sowie Oskar Klingner. „Die beiden studieren in Duisburg und Essen“, berichtet Günter Krivec von ersten Sondierungsgesprächen. „Ich hoffe, dass ich Mittwoch eine Antwort von den beiden erhalte.“ Immerhin müssten die Spieler zu reduzierten Bezügen auflaufen.

Etat: 250 000 bis 300 000 Euro

Das würde auch für Libero Oscar Rodriguez gelten, der sich allerdings neben dem Sport nach einer Ausbildungsstelle mit Blickrichtung Zukunft bemühen will. Mit Krivecs Hilfe. Tim Elsner hat einen über das Saisonende hinauslaufenden Vertrag beim MSC.

Trainer wird dann der derzeitige Co-Trainer Michael Kohne. Mit dem Abschied von Chang Cheng Liu würde allerdings eine beispiellose Ära beim MSC zu Ende gehen. Doch Liu habe Krivec versichert, dass „er platt“ sei, erst einmal eine Auszeit nehmen möchte, sich dann auch international umsehen will.

Das Unternehmen „2. Liga“ würde übrigens ein Drittel des derzeitigen Etats kosten. „Das wären etwa 250 000 bis 300 000 Euro“, hat der Vereinsvorsitzende in den vergangenen Tagen errechnet.