Moerser Adler HSG stürzt ab

Michael Bluhm

Immer wieder diese derben Rückschläge: Die Verbandsliga-Handballer der Moerser Adler HSG bleiben in dieser Saison eine große Enttäuschung. Das Team musste eine neuerliche Lehrstunde über sich ergehen lassen, bekam beim TV Lobberich eine gesalzene 26:34 (11:17)-Packung verabreicht.

HSG-Spielertrainer Tobias Bochwitz zeigte sich nach dem Abpfiff bedient: „Wir hatten uns auf die Partie gewissenhaft vorbereitet. Die gesamte Mannschaft war heiß, motiviert und hatte sich eine Menge vorgenommen. Aber bei vielen Spielern waren es nur Lippenbekenntnisse. Die taktischen Vorgaben wurden nicht so umgesetzt, wie im Vorfeld besprochen. Zudem fehlte das Engagement.“

Und wie schon im Derby gegen den SV Neukirchen fiel auch diesmal auf: Nur ein kleiner Teil der Mannschaft ist bereit, das kämpferische Limit zu erreichen, dort hinzugehen, wo es weh tut oder auch einmal die Grenzen zu überschreiten. So geriet der Gast aus Moers folgerichtig in Bedrängnis, lief über die gesamte Partie Rückständen hinterher.

Lobberich hatte daher leichtes Spiel, den Kontrahenten zu beherrschen, weil Moers sich nicht wehrte oder sich nicht bewegte.

Die Angriffe wurden einfallslos herunter gespult, eine Rückzugsphase nach Ballverlusten gab es nicht.

„Schwacher Auftritt“

„Es war ein ganz schwacher Auftritt“, ergänzte Tobias Bochwitz. „Mit so einer Einstellung kann man nicht gewinnen.“

HSG: Lange 8, Bochwitz 5/2, Brand 4, Planken 4, Sobiech 2, Jost 1,Aksen 1, Bullermann 1.
Moers bleibt auf dem Relegationsabstiegsplatz, muss demnach bis zum Saisonfinale zittern und hat gegenüber Kontrahent Angermund die schlechteren Karten.