Mit dem Donkenlauf beginnt die heiße Phase

Uwe Zak
Zwei, die immer für vordere Plätze gut sind: Der Sieger im vergangenen Jahr, beim Start über die zehn Kilometer: Daniel Monster (Nummer 826) und der Zweite Sebastian Rosenberg (1109). Hinten, ganz links: Simon Schreiber, der wieder sein Firmen-Team anführen will. Foto:Siegfried Wensierski
Zwei, die immer für vordere Plätze gut sind: Der Sieger im vergangenen Jahr, beim Start über die zehn Kilometer: Daniel Monster (Nummer 826) und der Zweite Sebastian Rosenberg (1109). Hinten, ganz links: Simon Schreiber, der wieder sein Firmen-Team anführen will. Foto:Siegfried Wensierski
Foto: Funke Foto-Services

Neukirchen-Vluyn.  In einer Woche werden höchstwahrscheinlich bei der Enni-Laufserie bereits die ersten wichtigen Entscheidungen fallen. Auch wenn am Samstag, 11. Juni, mit dem 16. Donkenlauf vom Ausdauersportverein (AS) Neukirchen-Vluyn erst die dritte von insgesamt vier Wertungen der Serie ansteht.

Doch mit Marc-André Ocklenburg vom Ayyo-Team Essen und der Rheinbergerin Sabrina Noch führen nach dem Enni-Schlosspark- und dem -Brunnenlauf in Sonsbeck momentan zwei Spitzenläufer die zehn-Kilometer-Wertung an. Und beide wollen sich am Samstag in einer Woche auch nicht von diesem Platz an der Sonne verdrängen lassen. Was allerdings auch schwer werden würde. Denn sowohl Marc-André Ocklenburg als auch Sabrina Noch haben knapp um die drei Minuten Vorsprung auf ihre ernstzunehmenden Verfolger. Für Ocklenburg bedeutet das fast ein Kilometer Vorsprung, bei Noch ist es etwas weniger.

Sabrina Noch will auf jeden Fall in Neukirchen-Vluyn starten, weil sie eventuell beim Abschlussrennen der Serie im September in Xanten nicht an den Start gehen kann. Grund: Die 30-Jährige hat eine weitere Leidenschaft – Hundesport. So wurde sie unter anderem vor sechs Jahrenn mit ihrem Vierbeiner Cooper Deutsche Meisterin. „Und am Tag des Xantener Citylaufs steht eine Meisterschaft an“, erklärt sie. So will sie möglichst beim Enni-Donkenlauf den Vorsprung Richtung Uneinholbarkeit ausweiten. Immerhin ist sie schon mal auf der Neukirchen-Vluyner Strecke persönliche Bestzeit gelaufen.

Ocklenburg zieht es nach Moers

Bei Marc-André Ocklenburg könnte es passieren, dass er beim Donkenlauf sein Streichergebnis einfährt. „Natürlich will ich in Neukirchen-Vluyn noch mal eine gute Leistung abrufen und die Zeiten aus Moers und Sonsbeck wenn möglich toppen“, sagt er zwar, schiebt aber nach, „ich komme an diesem Tag erst aus dem Urlaub wieder und fahre quasi von der Nordsee direkt zum Start.“ Bleibt abzuwarten, wie dann seine Fitness ist.

Er hat übrigens noch ganz andere Gründe, warum er quer über den Niederrhein rennt. Der Essener zieht im Herbst nach Moers und schaut sich dabei die Laufstrecken seiner neuen Heimat an. „Das war auch ein Grund für mich, an der Enni-Laufserie teilzunehmen“, sagte der 30-Jährige.

Darüber kann auch Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer jubeln: „Wir haben unser Ziel, den Läufern durch die Serie auch mal andere attraktive Wettkämpfe schmackhaft zu machen, somit auch bei Top-Athleten voll erreicht.“ Damit hat er sicherlich recht. Denn für die Wettkampfreihe, die in diesem Jahr erst das zweite Mal gestartet wurde, haben sich Aktive aus der ganzen Region angemeldet. Insgesamt waren vor dem ersten Startschuss 432 „Serientäter“ für die Enni-Laufserie eingeschrieben. Nachmeldungen waren in diesem Jahr allerdings auch nicht möglich.

Und über die fünf-Kilometer-Distanz ist noch gar nichts entschieden. Luca Senftleben vom Moerser TV führt derzeit mit nicht einmal 20 Sekunden Vorsprung die Wertung an, vor Armin Gero Beus vom SV Sonsbeck. Allerdings hat Senftleben auf den Start beim Enni-Brunnenlauf in Sonsbeck verzichtet, damit bereits sein Streichergebnis verbraucht. Beus könnte nun vorbeiziehen.

Bei den Damen ist’s eher ein Dreikampf, bei dem Caroline Joeken vom VfL Merkur Kleve knapp eine Minute vor Claudia Rey vom TuS 08 Lintorf und nicht ganz zwei vor Janne Jansen vom TuS Xanten platziert ist. Kurzum: Spannung pur.

Krämer weiß auch: „Wer hier schon seine dritte Zielzeit einfährt und somit noch kein Streichergebnis hat, kann sich dort schon sein Serienshirt verdienen und es beim letzten Lauf in Xanten tragen.“

Allerdings ist der Donkenlauf vom AS Neukirchen-Vluyn nicht nur für Top- und Serienläufer. Auch zahlreiche Hobbyläufer tummeln sich dort. Und immer wieder spannend ist auch beim Donkenlauf die Firmenwertung. Da mischen regelmäßig unter anderem das Team vom „Dr. Berns Laboratorium“ und Simon Schreiber mit seiner großen Mannschaft von „Physio-Gold“ mit.

Dazu kommen natürlich die groß aufgezogenen Schul-Wettbewerbe mit [email protected], die Kinder- und Jugendläufe und die Veranstaltungen für die Walker.