Lintfort reist mit einem Fünf-Tore-Defizit heim

Eine tolle und sehenswerte Flugeinlage: TuS-Kreisläuferin Tatjana van den Broeküberragte in Haunstetten und warf insgesamt neun Tore.Foto:Markus Joosten
Eine tolle und sehenswerte Flugeinlage: TuS-Kreisläuferin Tatjana van den Broeküberragte in Haunstetten und warf insgesamt neun Tore.Foto:Markus Joosten
Foto: WAZ FotoPool

Spannung bis zum Abpfiff: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort unterlagen gestern Nachmittag im Aufstiegsrelegations-Hinspiel beim TSV Haunstetten, nahe Augsburg, mit 25:30 (13:17) vor gut 700 Fans. Die Ausgangslage für das Rückspiel am 29. Mai um 16 Uhr in der Eyller Sporthalle ist damit schwierig einzuschätzen. Die TuS-Spielerinnen haben in der abgelaufenen Meisterschaft in zahlreichen Begegnungen bewiesen, welche Kampfkraft sie entwickeln können. Aber der Fünf-Tore-Rückstand ist eine ziemliche Bürde.

Die Gäste vom linken Niederrhein erwischten nach der 1:0-Führung einen echten Kaltstart. Lintfort kassierte in den folgenden acht Minuten fünf Treffer in Serie. Trainerin Bettina Grenz-Klein sah sich genötigt, die frühe Auszeit zu nehmen.

Schwache Würfe

Es wurde besser. Aber aus Lintforter Sicht platzte der Knoten einfach nicht. Die Mannschaft hatte unglaubliche Schwierigkeiten, sich gegen die offensive und aggressive TSV-Defensive durchzusetzen. Die Folge: Ballverluste oder schwache Würfe. Beides führte dazu, dass Haunstetten einfache Tore mit dem Gegenstoß erzielte. Lintfort ließ sich zwar nicht abschütteln, konnten aber auch nicht entscheidend verkürzen. Und es gab gleich zwei Schrecksekunden. Die erste noch in Hälfte eins, als Caroline Mook beim Vortrag eines Gegenstoßes ohne Gegnereinwirkung mit einem Muskelfaserriss ausfiel und nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte. Das zweite Zusammenzucken fand genau 29 Sekunden nach Wiederanpfiff statt: Alina Grijseels sah die Rote Karte nach einem groben Foulspiel.

Lintfort steckte auch diese Ausfälle weg, weil Moral und Kampfkraft weiter stimmten. Was dem Gast allerdings nicht gelang, war eine strukturierte Angriffsleistung anzubieten. Das zusätzliche, große Manko hieß Chancenverwertung. Überraschend, weil ausgerechnet die etablierten Stammkräfte wie Prudence Kinlend, Yvonne Fillgert oder auch die angeschlagene Eefje Huijsmans nicht wie gewohnt trafen. Die Summe ihrer Fehlwürfe war einfach zu hoch.

Riesenfreude herrschte hingegen über den Auftritt von Tatjana van den Broek. Die Niederländerin kämpfte vorbildlich, machte in der Deckung keine Kompromisse und „netzte“ im Angriff gleich satte neun Mal eiskalt ein.

„Wir wurden von der aggressiv ausgerichteten TSV-Defensive schon überrascht“, so das Fazit von TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Die Niederlage geht daher in Ordnung. Wir haben uns aber nicht von der harten Gangart und den vielen Zuschauern beeindrucken lassen. Es gilt, die Scharte im Rückspiel auszuwetzen – mit Kampf, Einsatz und Motivation. Wir glauben an unsere Chance.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen