Kreis- und Rheinische Meisterschaft: Kampf gegen Schlamm gewonnen

Die Issumerin Rebecca Roos vom RuFV Rheurdt, vorne mit Romantic Lilly, wurde Dritte der Kreismeisterschaften.
Die Issumerin Rebecca Roos vom RuFV Rheurdt, vorne mit Romantic Lilly, wurde Dritte der Kreismeisterschaften.

Rheurdt..  Rückepferde wären in Rheurdt angebracht gewesen. Doch die Organisatoren der Rheinischen Meisterschaft in den Kategorien Ein-, Zwei- und Vierspänner mit Pferden und Ponys sowie die der Kreismeisterschaften setzten bei ihrem Pferdesportspektakel dann doch lieber auf zwei große Traktoren. Die bugsierten für die Teilnehmern von Wohnwagen bis zum Pferdeanhänger alles an Ort und Stelle. Der Reit- und Fahrverein (RuFV) Rheurdt trotze eben dem nassen Wetter, ließ sich von Schlamm und Modder nicht den Spaß und die gute Laune bei der Veranstaltung verderben.

Mehr als 100 Gespanne gingen in Prüfungen der Klasse A und M an den Start. Bei der A-Prüfungen wurden gleichzeitig die Kreismeister der Pony-Einspänner des Kreises Kleve ermittelt. Weitere Kategorien konnten nicht besetzt werden. Die Rheinischen Meister hingegen wurden über drei Tage in allen Kategorien dank einer Kombi-Wertungen der M-Dressur-, Kegel- und Marathon-Prüfungen ermittelt.

Kinder und Jugendliche dabei

Los ging es mit den A-Dressuren, wobei der RuFV Rheurdt das Kunststück fertiggebracht hatte, die Plätze in einen optimalem Zustand zu versetzen. Trotz immer wiederkehrender Regengüsse. Der Kegelfahrplatz hat sich das gesamte Wochenende als absolut wettertauglich präsentiert. Und das nahezu spurlos. Höchstwahrscheinlich dank der zusätzlichen Ausschreibung einer U25-Wertung mit Qualifikation zur deutschen Jugendmeisterschaft, die vom 27. bis 31. Juli in Syke-Okel, im Landkreis Diepholz in Niedersachsen über die Bühne geht, mischten auch jede Menge Kinder und Jugendliche in den A- und M-Prüfungen mit.

Am nächsten Tag ging es für die Fahrer in den M-Prüfungen weiter. Doch der Dressurfahrplatz zollte nun doch dem Wetter Tribut, stellte Fahrer und Pferde zum Teil vor echte Herausforderungen. Das schicke Dressur-Outfit wich Fahr-Regenmantel sowie Regenhut – und weiter ging es im Programm. Die Hindernissstrecke des Kegelparcours lief aber auf hohem Niveau ab. Der Platz war in optimalem Zustand.

Parcoursbauer Helmut Mönnig hatte einige Raffinessen für die Gespanne vorbereitet. So kamen nicht alle fehlerfrei durch. Aber genau das macht den Wettbewerb aus. Besonders schön für alle Teilnehmer: Trotz des Wetters wollten sich einige Zuschauer die Veranstaltung nicht entgehen lassen, sorgten für ordentlich Leben neben den Fahrstrecken.

Für Sonntag machten sich alle – bei strahlendem Sonnenschein und abtrocknendem Boden – vom Fahrerlager quer durch Rheurdt Richtung Turmwindmühle auf, um dort die A- und D-Phase über die Rheurdter Höhenzüge zu starten. Für alle galt, eigenverantwortlich das Zeitfenster für die knapp fünf Kilometer lange Strecke einzuhalten. Im Anschluss daran stand dann der Marathon an. Die letzte, 4,3 Kilometer lange Strecke mit bis zu fünf festen Hindernissen. Das letzte war der Wassergraben, dessen Zufahrt unzählige Zuschauer belagerten.

Bei der Siegerehrung begrüßte die RuFV Rheurdt-Vorsitzende Petra Tißen Rheurdts stellvertretende Bürgermeisterin Heike Bergner und Rolf Peter Fuß, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Rheinland. Toll für den Aussrichter RuFV, dass Vereinsmitglied Rebecca Roos mit Romantic Lilly am Ende Dritte der Kreismeisterschaft wurde.

Erst gegen 21 Uhr des letzten Tages hatten die Traktoren schließlich die letzten LKW aus dem Fahrerlager wieder herausgezogen

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