Köln will Moers den Zahn ziehen

Die Moerser Libera Daisy Xlofleer wird gegen Köln in der Abwehr sicherlich jede Menge Arbeit haben.
Die Moerser Libera Daisy Xlofleer wird gegen Köln in der Abwehr sicherlich jede Menge Arbeit haben.
Foto: JS

Wenn am Freitagabend, 20 Uhr, die Kölnerinnen zum Volleyball-Pokalkampf ins Adolfinum kommen, dann will Kölns Trainer Dr. Volker „Jimmy“ Czimek deutlich machen, dass es zwischen den beiden Teams einen Klassenunterschied gibt.

Czimek: „Man hört ja vieles, aber wir wollen zeigen, dass die 2. Bundesliga eben eine Klasse besser ist als die Dritte Liga.“

DSHS SnowTrex Köln taucht also zweifellos als Favorit im WVV-Pokalviertelfinale auf. Czimek, dessen „Herz definitiv für Köln“ schlägt: „Wir wollen im Pokal weiterkommen. Die Ansprüche von Moers sind legitim und wir gehen auch nicht von einem Spaziergang aus. Aber wir wollen so gut wie möglich spielen und gewinnen.“

Der Coach der Domstädterinnen hat natürlich gehört, dass in Moers „einige Ausländerinnen“ spielen und findet das absolut legitim: „Moers liegt in Grenznähe, da ist das doch normal wenn einige Holländerinnen dort spielen. Wir haben aber eine andere Philosophie: Wir wollen jungen Spielerinnen und Studentinnen den Weg in die 2. Bundesliga ebnen – vor allem über Spielfreude. Wir haben nur deutsche Spielerinnen im Team.“

Guter Mittelfeldplatz

Die Kölnerinnen landeten nach ihrem Aufstieg aus der Regionalliga in ihrer ersten Zweitligasaison auf einem guten Mittelfeldplatz und schlugen immerhin als einzige Mannschaft in der Liga den sonst unangefochtenen Tabellenführer TuS 04 Bayer Leverkusen.

Im Kölner Kader wird aber am Freitag Außenangreiferin Sarah Goller fehlen. Sie war 2012 noch mit Laura Ludwig beim Olympischen Beachvolleyball-Turnier, aktiv wurde in London Fünfte. Für Köln konnte Goller jedoch nur einige Spiele in der Hinrunde absolvieren. „Sie kuriert jetzt eine Langzeitverletzung aus. Wir sind aber auch ohne Sarah stark“, zeigt sich Czimek selbstbewusst.

Die Kölnerinnen haben nach dem Saisonende nur eine einwöchige Pause gemacht und dann das Training wieder aufgenommen. Czimek: „Wir kommen gut vorbereitet. Bei uns fehlen zwischendurch immer mal wieder studienbedingt Spielerinnen, aber wir haben eigentlich weitertrainiert. Wir haben einen großen Kader und ich bringe am Freitag mindestens zwölf Spielerinnen mit“, betreibt

Trainingsreicher Sommer

So müssen sich die Adlerinnen“ vom Niederrhein“ um Trainer Günter Krivec am Freitagabend in der Halle des Gymnasium Adolfinum wohl auf einen hoch motivierten, starken Gegner einstellen.

Der MSC-Coach hatte schon im Vorfeld verlauten lassen, dass dieses Pokalspiel eine „schöne Gelegenheit für eine Standortbestimmung“ sein könnte. Es könnte aber durchaus auch sein, dass den „Adlerinnen“ nach der Partie ein trainingsreicher Sommer bevorsteht.

 
 

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