Kein Sieger im Derby der Absteiger

Kampf um den Ball: Der Tönisberger Kürsat Eyril (links) versucht hier die Kugel gegen Philipp Hasse, Mannschaftskapitän  beim GSV Moers, zu behaupten.Foto:Christoph Karl Banski
Kampf um den Ball: Der Tönisberger Kürsat Eyril (links) versucht hier die Kugel gegen Philipp Hasse, Mannschaftskapitän beim GSV Moers, zu behaupten.Foto:Christoph Karl Banski

Das erste Tor im Derby der beiden Absteiger aus der Fußball-Landesliga erzielte der Gast vom GSV Moers in der 9. Minute. Doch Schiedsrichter Ahmet Eker verweigerte zurecht die Anerkennung wegen einer Abseitsstellung. So hielt der VfL Tönisberg das 0:0, bis Francesco Reale für die Gastgeber nach einem völlig unnötigen Handspiel von Tobias Schmitz den fälligen Freistoß um die GSV-Mauer und am verdutzten Moerser Torwart Fabian Esselborn zur 1:0-Führung vorbei zirkelte. Aber aller Kampf kam zu spät. Für beide Teams. Der bittere Gang in die Bezirksliga ist für dieses Duo schon lange Realität. Am Ende hieß es in diesem „Derby ohne Wert“ 1:1 (1:1).

Vor dem Pausenpfiff hatte Nikola Serra nach einer GSV-Ecke und dem Abpraller von Patrick Wafo mit einem 15-Meter-Knaller ausgeglichen (34.). Und Yavuz Kalyoncu hätte sogar gleich zweimal für Moers erhöhen können (43., 44.). Doch selbst beste Chancen blieben auch in der Folgezeit vom GSV ungenutzt. Und Tönisberg tat auf eigenem Platz einfach zu wenig.

Ball verstolpert

So gehörten die ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff den Gästen aus Moers. Danach hatte Tönisberg erneut mehr vom Spiel. Aber mit Ausnahme eines Kopfballs des Tönisberger Kapitäns Michael Schmitz (76.) und drei weiteren VfL-Chancen gab es kaum noch Tormöglichkeiten. Eine allerdings parierte Pascal Weber bei seinem ersten Saisoneinsatz im GSV-Tor hervorragend (87.). Und auf Moerser Seite hatte Tobias Schmitz in der letzten Spiel- und Saison-Minute bei seinem Alleingang auf Martin Hahnen im VfL-Tor den Sieg auf den Fuß – und verstolperte den Ball. Insgesamt für beide Mannschaften eine Szene mit Symbolcharakter für die gesamte abgelaufene Saison. Beide Teams stehen nun vor dem Neuaufbau.

VfL: Hahnen, Strauß, Tröckes, Stuber, Reale (81. Wissen), Eyril, Heylen, Dolle, Demircan (66. Isiklar), Herrmann, Schmitz.

GSV: Esselborn (85. Weber), Müller, Schmitz, Serra (79. Vlaovic), Brajic (71. Gazija), Zovko, Ehrmuth, Kalyoncu, Lechgar, Hasse, Wafo.

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