Improvisation beim TuS Lintfort

Ein emotionaler Abschied vom TuS Lintfort: Stephanie Wojtowicz spielt jetzt für Fortuna Köln.Foto:Christoph Karl Banski
Ein emotionaler Abschied vom TuS Lintfort: Stephanie Wojtowicz spielt jetzt für Fortuna Köln.Foto:Christoph Karl Banski

Die Lage ist etwas verzwickt, an einem schwierigen Punkt angelangt. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort mussten bekanntlich am vergangenen Spieltag die erste Niederlage überhaupt in der laufenden Saison hinnehmen.

Nun gibt es ein weiteres Ärgernis: Top-Talent Alina Grijseels brach in Lintfort völlig überraschend ihre Zelte ab, sucht ab sofort beim Zweitligisten Borussia Dortmund eine neue Herausforderung (wir berichteten). Zudem schwebt über allem eine lange Liste von Ausfällen. Die Schützlingen von TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein empfangen Samstag, 18 Uhr, in der Eyller Sporthalle den SC Fortuna Köln.

Abstiegsplatz

Unter normalen Umständen sind die Gäste aus der Domstadt (3:15 Punkte) ein absolut schlagbarer Gegner. Nur beim TuS Lintfort sind die Umständen derzeit eben ganz und gar nicht normal.

Fortuna verfügt über eine begrenzte Qualität, nimmt momentan einen Abstiegsplatz ein und verlor zuletzt gleich siebenmal in Serie. Auch die Mannschaft musste einen Weggang verkraften. Der BVB wilderte nicht nur in Lintfort sondern auch bei der Fortuna (Zydre Zimmermann) und deren Stadtrivalen 1. FC Köln (Penda Bönighausen).

Die Fortuna überzeugt regelmäßig mit ihrer kämpferischen Ausrichtung in der Defensive – dieser Mannschaftteil steht. In der Offensive muss hingegen für jedes Tor hart gearbeitet werden. Trotz allem: Die meiste Gefahr geht von den Rückraumpositionen aus, wie beispielsweise von Julia Schumacher auf der halblinken Position.

Fortuna Köln ist ein ganz unbequemer Gegner, weil die Gäste bereits zum jetzigen Zeitpunkt massiv mit dem Rücken zur Wand stehen. Das Team kämpft mit aller Macht um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wieder herzustellen. Der Verein benötigt dringend die Punkte und hofft dem zur Zeit angeschlagenen TuS Lintfort, ein Schnippchen zu schlagen.

Die Gastgeberinnen müssen sich nun neu formieren, nötige personelle Umstellungen vornehmen. Für die Deckung wird diese Aufgabe sicherlich etwas einfacher. Viele Spielerinnen haben das Potenzial, sich mit ungewohnten Positionen zu arrangieren und an Aufgaben zu wachsen. Im Angriff ist es ungleich schwieriger. Hier fehlt es logischerweise an den Automatismen, sowie an den Alternativen. Nicht auszudenken, zwei, drei Spielerinnen würden ihre Normalform verfehlen.

„Aufgrund unserer momentan schwierigen personellen Situation, rechne ich mit einem hart umkämpften Match“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir müssen viele Löcher stopfen und daher auch mit den Kräften haushalten.“

 

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