Hohe Hürde für den TC Moers 08

Michaela Honcova spielt heute erstmals in dieser Saison für den TC Moers 08.Foto.Erwin Pottgiesser
Michaela Honcova spielt heute erstmals in dieser Saison für den TC Moers 08.Foto.Erwin Pottgiesser
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Im ersten Auswärtsspiel wartet heute ab 11 Uhr eine besonders hohe Hürde auf Damen-Tennisbundesligist TC Moers 08. Das Tabellenschlusslicht muss nämlich beim TC Rüppurr Karlsruhe antreten, der nach seinem Aufstieg direkt Titelambitionen hat.

Entsprechend stark sind die Gastgeberinnen auch in die Saison gestartet: Einem 7:2-Heimerfolg gegen Blau-Weiß Aachen folgte am Sonntag ein 6:3-Sieg bei Blau-Weiß Berlin. Der Spielplan scheint es weiter gut mit dem Neuling zu meinen, denn Moers 08 spielt wie die beiden ersten Karlsruher Gegner ebenfalls gegen den Abstieg und hat allenfalls Außenseiterchancen. Aktuell „zieren“ die Grafschafterinnen sogar das Tabellenende, nachdem sie den Auftakt mit zwei klaren Heimniederlagen gegen Essen und Ratingen in den Sand gesetzt haben.

Trotz der bislang enttäuschenden Ergebnisse sieht 08-Manager Stefan Hofmann auch positive Ansätze: „Die Mannschaft ist intakt, die Stimmung ist gut. Ich bin weiterhin vom Potenzial unserer Mannschaft überzeugt. Man muss schließlich auch anerkennen, dass wir es bis jetzt mit sehr starken Gegnern zu tun bekommen haben.“ Das wird sich heute auch nicht ändern. Hofmann rechnet bis auf Sabine Lisicki, die aktuell beim Turnier in Rom spielt, mit allen Rüppurr-Assen.

Daher erwartet er Dinah Pitzenmaier an Position fünf oder sechs, und die Deutsche steht in der Weltrangliste immerhin auf Rang 144. „Dort rangiert noch nicht einmal unsere Nummer eins“, so Hofmann. „Vom Ranking her wird das eine ganz schwierige Aufgabe.“

Teamgeist stärken

Deshalb erwartet der Manager auch keinen Sieg von seiner Mannschaft beim Meisterschaftsanwärter. Vernünftig präsentieren soll sich die Mannschaft aber trotzdem, und auch möglichst den einen oder anderen Matchpunkt mitnehmen. Das wäre gut für die Bilanz in der Tabelle, aber auch für das Selbstvertrauen: „Wir wollen in Karlsruhe den Teamgeist und den Zusammenhalt stärken. Außerdem muss es unser Ziel sein, möglichst viel Schwung für die entscheidenden Spiele gegen Regensburg und Berlin mitzunehmen. Denn in diesen Partien wird es um den Klassenerhalt gehen.“

An der Moerser Aufstellung ändert sich wenig gegenüber dem Auftaktwochenende. Die bislang enttäuschende Belgierin Greetje Minnen kommt nicht mehr zum Zug, dafür rückt die Slowakin Michaela Honcova erstmals nach überstandener Erkrankung ins Team. Zudem spielen definitiv Patricia Mayr-Achleitner (Österreich), Marina Melnikova (Russland), Laura Pous Tio (Spanien) und Tadeja Majeric (Slowenien).

Eventuell kommt die Schwedin Rebecca Peterson zum Einsatz. „Wir versuchen, ihre Reisepläne so umzubuchen, dass sie erst am Freitag von Frankfurt aus nach Südkorea fliegt. Mal sehen, ob es klappt“, so Stefan Hofmann. Sagt Peterson doch ab, rückt Imke Küsgen nach.

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