Hans-Gerd Hüfken ist der neue Adler-Chef

Mit folgendem Aufgebot tritt die Moeser Adler HSG in der kommenden Saison an: (stehend von links) Patrick Kuznitius, Marvin Bartnik, Nils Wilke, Michael Brand, Steffen Pitzen, Michael Fleischhauer, Frank Rosendahl, Matthias Boschheidgen, Trainer Hans-Gerd Hüfken, Florian Upelj, Beteuer Harald Gross, Christian Lange, Betreuer Manfred Köllges; (vorne von links) Dennis Kanschat, Henrik Bullermann, Tobias Kokott, Andre Eickhaus, Christoph Vook, Yannic Jost. Es fehlt. Christian Planken.mFoto:Markus Joosten
Mit folgendem Aufgebot tritt die Moeser Adler HSG in der kommenden Saison an: (stehend von links) Patrick Kuznitius, Marvin Bartnik, Nils Wilke, Michael Brand, Steffen Pitzen, Michael Fleischhauer, Frank Rosendahl, Matthias Boschheidgen, Trainer Hans-Gerd Hüfken, Florian Upelj, Beteuer Harald Gross, Christian Lange, Betreuer Manfred Köllges; (vorne von links) Dennis Kanschat, Henrik Bullermann, Tobias Kokott, Andre Eickhaus, Christoph Vook, Yannic Jost. Es fehlt. Christian Planken.mFoto:Markus Joosten
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Die vergangene Saison hat reichlich Nerven gekostet und mit Sicherheit Spuren hinterlassen.

Die Verbandsliga Handballer der Moerser Adler HSG starteten mit breiter Brust und hohen Zielen, wurden allerdings im Laufe der Meisterschaft immer kleinlauter. Zwei Trainer – Dieter Lau und Sebastian Mühleis – scheiterten. Nach vielen Enttäuschungen und Rückschlägen konnte aber der Abstieg verhindert werden.

Nun beginnt bald die neue Saison, und die Adler wollen endlich positive Schlagzeilen schreiben. Es gibt eine gravierende Änderung. Der Verein hat mit Hans-Gerd Hüfken einen neuen Trainer verpflichtet. Allein mit seiner Person ist die „Hoffnung auf Besserung“ ganz dicht verknüpft.

Der erfahrene und anerkannte Coach lässt sich allerdings in punkto Zielausrichtung nicht aus der Reserve locken, hält sich geschickt bedeckt. „Wir wollen zunächst einmal die ersten Spiele erfolgreich gestalten“, so der 65-Jährige. „Dann wird man sehen, wo wir stehen und ich kann ein Saisonziel formulieren. Jetzt ist es zu früh. Nur: Man will sich ja immer verbessern.“

Die Moerser Adler HSG schenkt zum Großteil dem Kader aus der Vorsaison ihr Vertrauen. Allerdings sind zwei wichtige Leistungsträger gegangen. Der Verein verzichtete dieses Jahr auf namhafte Neuzugänge, gibt vielmehr eigenen, jungen Spielern eine Chance. Mit Dennis Kanschat und Patrick Kuznitius trainieren derzeit zwei Akteure aus der „Zweiten“, sowie Matthias Boschheidgen aus der „Dritten“ mit.

Die HSG holte mit Marvin Bartnik einen ehemaligen Moerser aus Schwafheim zurück. Für diesen Verein lief auch Nils Wilke zuletzt auf.

Das Aufgebot ist groß und nicht jedem wird der Sprung gelingen. Hans-Gerd Hüfken dazu: „Jeder Spieler wird in der Vorbereitung seine Chance bekommen. Doch der Kader wird demnächst noch verkleinert. Das Training lief bislang hervorragend.“

Individuelle Fähigkeiten

Die Moerser Adler HSG möchte künftig strukturiertem Tempohandball nachkommen. Zudem sind die individuelle Fähigkeiten vieler Spieler überdurchschnittlich. Ein Leistungsschub wird des weiteren von den Talenten aus dem Vorjahr erwartet. Kaum einer hat in seiner sportlichen Fortkommen den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen. Hans-Gerd Hüfken sieht beispielsweise bei Michael Brand ein „Riesenpotenzial“.

Die Mannschaft muss zunächst einmal auf Christian Planken verzichten, der sich noch bis Mitte Oktober in Guatemala sozial engagiert.

Hans-Gerd Hüfken weiß, dass er nur Erfolg haben wird, wenn es ihm gelingt, eine schlagkräftige Einheit zu formen – mit Disziplin, Engagement, Kampfgeist aber auch mit der dazugehörigen Portion Spaß. Ansätze, Potenziale sind zweifelsohne vorhanden. Nur, die Mannschaft muss endlich beweisen, was in ihr steckt – und dies über einen längeren Zeitraum. Die Zauberformel für die Adler heißt daher Kontinuität.

„Alle müssen sich besser einbringen, enger zusammenstehen“, ergänzt der Trainer. Als Eckpfeiler gelten der „schussstarke“ Christian Lange, Spielgestalter Steffen Pitzen, das Torhütergespann um Tobias Kokott und Andre Eickhaus. Aber auch Matthias Boschheidgen wird eine tragende Rolle in der Defensive zugetraut. Ein Manko ist, dass es keinen „gelernten“ Linkshänder für den rechten Rückraum gibt.

Das Team benötigt für die ersten Meisterschaftsspiele allerdings auch das berühmte Quäntchen Glück. Ohne dieses geht es bekanntlich nicht. Zudem braucht es ein solides taktischen Konzept. Das Selbstvertrauen kommt erfahrungsgemäß erst mit den Erfolgen. Die Kehrseite heißt dann aber bekanntlich Druck. Und den können die wenigsten Spieler schultern.

 
 

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