Für den TuS Lintfort „schlägt die Stunde der Wahrheit“

Muss wie die gesamte Mannschaft am Sonntag steigern: Angelika Bensch, hier in Aktion.Foto:Christoph Karl Banski
Muss wie die gesamte Mannschaft am Sonntag steigern: Angelika Bensch, hier in Aktion.Foto:Christoph Karl Banski

Es herrscht ungewohnte Unruhe. Zwei Niederlage in Serie gab es seit ewigen Zeiten nicht mehr.

Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort sind dadurch im Meisterschaftsrennen in kurzer Zeit mit vier Minuspunkten ins Hintertreffen geraten. Das Team muss nun unbedingt zurück in die Erfolgsspur, ansonsten enteilt die Konkurrenz. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein haben am Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle, den ASC Dortmund zu Gast.

Diese Aufgabe sollte unter normalen Umständen in souveräner Manier zu lösen sein. Doch den TuS-Spielerinnen ist die gewohnte Leichtigkeit abhanden gekommen. Das Team hat momentan mit Widrigkeiten zu kämpfen, darf daher den Abstiegskandidaten aus Dortmund auf keinen Fall unterschätzen. Und dazu gibt es auch keinen Grund. Erinnert sei nur an das Hinspiel (30:30), als Lintfort als Top-Favorit anreiste und völlig überraschend einen Punkt liegen ließ.

Schlimme Zeiten

Die Mannschaft aus dem Dortmunder-Vorort Aplerbeck durchlebt schon seit längerem schlimme Zeiten. Der Verein ist seit dem 29. November vergangenen Jahres sieglos, kassierte seitdem acht zum Teil richtig derbe Klatschen. Die Euphorie nach dem vielumjubelten Aufstieg, ist mittlerweile in bittere Ernüchterung umgeschlagen.

Aber trotz aller Nackenschläge: Dortmund hat zwei absolut ligataugliche Spielerinnen „an Bord“. Nicol Bojda und Melina Fabisch tragen in der Regel wichtige Verantwortung.

Die größte Baustelle ist gleich ein gesamter Mannschaftsteil. In der Defensivabteilung liegt vieles im Argen. Aplerbeck fehlt hier die Klasse. Der Verein kassierte bislang die mit Abstand meisten Gegentore.

Und ein Quervergleich darf hier nicht fehlen: Lintfort stellt immerhin die beste Abwehr.

Aber Lintfort schaut derweil weniger auf den Gegner, als vielmehr auf die eigenen Probleme. Das Team zeigte zuletzt Schwächen. Und daher findet TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein auch deutliche Worte. „Für uns schlägt die Stunde der Wahrheit. Entweder gelingt es meiner Mannschaft das Ruder herumzureißen, oder wir versauen uns eine komplette Saison. Ich erwarte eine Reaktion.“

Dem TuS fehlt derzeit der Teamspirit, der bislang regelmäßig zusätzliche Kräfte freisetzte. Und es klemmt überwiegend in der Offensive. Insbesondere die Häufigkeit der Fehler überrascht. Bettina Grenz-Klein dazu: „Es gibt Spielerinnen, die Fehler produzieren und andere wiederum, die sich verstecken. Wir müssen unbedingt zurück zu alter Stärke, miteinander zur mannschaftlichen Geschlossenheit, sowie einer deutlich erhöhten Treffereffizienz von allen Positionen.“

 
 

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